Balve Optimum

Nach Weltklasse-Kür geht Jessica von Bredow-Werndl in Balve baden

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Gleich wird es nass: Dorothee Schneider (links) und Isabell Werth werfen DM-Siegerin Jessica von Bredow-Werndl in den Wassergraben.

Sie hat es wieder getan. Und wie! Einen Tag nach ihrem DM-Sieg im Grand Prix Special schnappte sich Mannschafts-Weltmeisterin Jessica von Bredow-Werndl aus Tuntenhausen bei den Deutschen Meisterschaften in Balve im Dressur-Viereck auch den zweiten Meistertitel und entthronte auf Erfolgsstute Dalera in der Kür am Samstag Vorjahressiegerin Isabell Werth, die sich auf Bella Rose wie schon im Special mit DM-Silber begnügen musste. Es war Dressur-Sport auf Weltklasseniveau, die Spiele in Tokio können kommen für die deutschen Dressurreiterinnen.

Update vom 5. Juni, 16.20 Uhr: Balve - Voller Leichtigkeit und Eleganz trug Stute Dalera ihre 35-jährige Reiterin in Wocklum auch am Samstag in der Kür zum Titel. Von den Richtern hagelte es für eine fantastische Prüfung Top-Noten. Am Ende standen für das Goldpaar von Balve herausragende 93,025 Prozent. Mehrfach klopfte Jessica von Bredow-Werndl ihre Stute noch im Viereck ab, erntete Applaus von den Rängen und streckte den Daumen noch oben. Ja, das war ganz großes Kino auf dieser Bühne im Orletal.

„Es ist schwierig, jetzt die richtigen Worte zu finden. Dalera und ich sind einfach in einer richtig, richtig guten Form“, strahlte die 35-jährige DM-Siegerin, die nach der Sektdusche bei der Meisterehrung im Springstadtion erstmal zum Baden geschickt wurde. Isabell Werth und die drittplatzierte Dorothee Schneider krallten sich die Goldmedaillensiegerin und warfen sie mit vereinten Kräften in den Wassergraben. Erst Schampus von oben, dann Wasser von unten. Klitschnass ging es für von Bredow-Werndl auf die Ehrenrunde, das Funkeln in den Augen…

In Feierlaune: DM-Siegerin Jessica von Bredow-Werndl.

Als letztes Paar waren von Bredow-Werndl und Dalera in die Kür gegangen. Zuvor hatte erst Dorothee Schneider mit Showtime (89,775 Prozent), dann die sechsmalige Olympiasiegerin Isabell Werth mit Bella Rose (90,975 Prozent) die Messlatte hoch gelegt. Sehr hoch sogar. Doch von Bredow-Werndl und Dalera blendeten diese starken Ergebnisse der Konkurrenz aus, blieben ganz bei sich und tanzten im Viereck im Schatten von Schloss Wocklum zum zweiten DM-Sieg binnen 24 Stunden. Und sie stellten mit ihren 93,025 Prozent eine neue Bestmarke bei deutschen Titelkämpfen auf. Wahnsinn!

Sehr zufrieden mit DM-Silber in der Kür zeigte sich auch die erfolgreichste Reiterin aller Zeiten. „Es ist sehr erfreulich gewesen, wie sich Bella über die Tage hinweg entwickelt und gesteigert hat. Das war auch der Wunsch und das Ziel. Das ist gelungen, deshalb bin ich super zufrieden“, sagte Isabell Werth.

Sehr schön aus heimischer Sicht: Direkt nach der Kür und noch vor der Prüfungsehrung gehörte das Dressur-Viereck einem Voltigier-Quartett des RV Altena. Alica Engler, Alisa Koopmann, Fiona Mischnik und Carlotta Lewandowski zeigten mit tollen Schaubildern den Zuschauern eindrucksvoll ihr Können. Es gab satten Applaus für die Altenaer Voltigierer und Longenführerin Claudia Döller-Ossenbergs-Engels.

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