Balve wird zum elften Mal Schauplatz für die DM

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Turnierchefin Rosalie von Landsberg-Velen (links) freut sich zusammen mit den Bundestrainern Otto Becker (Springreiter) und Monica Theodorescu (Dressur) sowie Maskottchen Balvi auf die vier Turniertage am Schloss Wocklum. - Foto: Müller

Balve - Die Vorfreude auf Spitzensport im Spring- und Dressurreiten ist Rosalie von Landsberg-Velen nicht nur anzusehen. Nein, die Turnierchefin des Balve Optimum betont im Pressegespräch neun Tage vor dem Stelldichein der deutschen Reiter-Prominenz auf dem Turniergelände am Schloss Wocklum mehrfach, wie stolz sie auf „das herausragende Starterfeld“ sei und wie sehr sie sich „auf garantierte Top-Leistungen in Dressur und Springen“ freue.

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„Vor allem im Springen sind wir in der Vergangenheit selten so gut besetzt gewesen wie in diesem Jahr“, strahlt die Freifrau, die nach dem Tod ihres Vaters Dieter Graf von Landsberg-Velen seit 2012 die Verantwortung für die Organisation des Balve Optimum trägt.

Otto Becker, der Bundestrainer der Springreiter, nickt zustimmend, spricht im Hinblick auf die Deutschen Meisterschaften, die bereits zum elften Mal im Orletal stattfinden werden, ebenfalls von einem herausragenden Feld, das in Balve satteln wird. „Stand heute haben alle Top-Leute gemeldet.“

Das hätte Bundestrainerin Monica Theodorescu wohl gerne auch für die Dressurreiter verkündet, doch mit Helen Langehanenberg und ihrem westfälischen Ausnahmehengst Damon Hill geht Deutschlands derzeit beste Dressurreiterin bei den DM im Balver Viereck nicht an den Start. Die 31-Jährige gibt dem Hengst eine Pause und sattelt dafür in den Rahmenprüfungen ein anderes Pferd – zum Beispiel beim Nürnberger Burg-Pokal.

Diese Turnierserie ist – neben dem wegen der Fußball-Weltmeisterschaft und den Wünschen der Fernsehsender von Juni auf Mai vorgezogenen Termin (15. bis 18. Mai) – eine der nennenswerten Neuheiten des Internationalen Reitturniers, bei dem allein rund 370 000 Euro als Preisgeld ausgeschüttet werden. Insgesamt beträgt das Turnierbudget knapp über eine Million Euro. Eine stolze Summe, die nach Aussage der Turnierorganisatorin „zu 100 Prozent über Sponsorengelder“ gedeckt wird.

„Wie in jedem Jahr haben wir auch dieses Mal wieder in die Infrastruktur investiert. Wir versuchen so jedes Jahr aufs Neue, die Rahmenbedingungen für Reiter, aber auch für die Besucher zu verbessern“, sagte Rosalie von Landsberg-Velen. Rund 75 000 Euro wurden unter anderem in die Anschaffung neuer Richterhäuser, für neue Heizstrahler im VIP-Bereich, für Erdarbeiten oder Veränderungen in der Reiterlounge investiert. Durch eine geänderte Anordnung von Zelten und Ständen soll zudem die Geräuschkulisse im Dressurviereck reduziert werden, so dass Mensch und Pferd auch akustisch ideale Bedingungen vorfinden. Vor zwei Jahren wurden im Dressurstadion bereits die Böden erneuert, 2013 durften sich die Springreiter über frisch sanierte Plätze freuen.

Die Veranstalter hoffen beim Balve Optimum wieder auf volle Ränge im Springstadion. Sechs MZV-Leser können am Freitag, 16. Mai, dabei sein. - Archivfoto: Jentzsch

Monica Theodorescu lobte am Dienstag die Bedingungen, die die Cracks der Dressurszene am Schloss Wocklum vorfinden und betonte den familiären Charakter des Turniers. „Ich bin dem Hause Landsberg-Velen schon seit Jahren sehr verbunden. Das Optimum ist ein Turnier, in dem viel Herzblut steckt“, sagte die Trainerin der Dressurreiter. Theodorescu gewann mit deutschen Dressurmannschaften bei den Olympischen Spielen 1988, 1992 und 1996 jeweils die Goldmedaille und ist seit Oktober 2012 Bundestrainerin.

Ins Schwärmen gerieten Rosalie von Landesberg-Velen und der neue Prokurist der Balver Turniergemeinschaft, Andreas Winkels, auch bei der Vorstellung des Rahmenprogramms. Mehr als 80 Aussteller werden auf einer 400 Meter langen „Meile“ zum Flanieren einladen. Besonderer Treffpunkt soll hier das „Optimum der Städte“ sein, bei der sich in diesem Jahr die Regionen Südwestfalen und Sauerland unter dem Motto „Automotive“ den an den vier Veranstaltungstagen erwarteten 20 000 Besuchern vorstellen.

Als „Leckerbissen“ wird den Zuschauern am Samstagabend im Springstadion eine actionreiche „Optimum Nacht der Show“ serviert. Zu den Acts gehört unter anderem eine Motorrad-Stuntshow. Der Veranstaltung schließt sich die „Warsteiner Party Night“ an. Als weitere Rahmenveranstaltung wird das traditionelle Wirtschaftsgespräch am Samstag den sportlichen Teil begleiten. Erstmals beim Optimum dabei ist die Initiative „Reiten gegen den Hunger“. Zweck der Initiative ist es, Spendengelder für die Welthungerhilfe zu sammeln und damit Menschen ein Leben ohne Hunger und Armut zu ermöglichen. Unterstützt wird die Aktion von sieben – mehr oder weniger – bekannten Prominenten, die am Samstag in den Sattel steigen werden. Auch Sänger Roland Kaiser wird am Abend im Orletal erwartet. - von Lars Schäfer

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