Dreimal Rang sechs in Eutin

Sechste bei Mehrkampf-DM in Eutin: Madeleine Owen.

Eutin - Dreimal Platz sechs: Das Abschneiden der Mehrkämpfer aus dem Lenne-Volme-Turngau bei den Deutschen Meisterschaften am Samstag in Eutin durfte sich am Ende sehen lassen. Wiebke Fritsch (TuS Grünewald), Jan Grewe (TV Jahn Plettenberg) und die Lüdenscheiderin Madeleine Owen (VfL Kamen) schafften im nationalen Spitzenfeld den Sprung in die „Top 10“-Ränge.

Vom Wetter verwöhnt wurden die Aktiven am Samstag in Schleswig-Holstein nicht bei den Deutschen Mehrkampf-Meisterschaften. Am Vormittag noch schien die Sonne, am Nachmittag bei den Leichtathletik-Disziplinen aber war es kühl und regnerisch. Den Grundstein für den sechsten Platz im Deutschen Achtkampf der Frauen-Hauptklasse legte Madeleine Owen derweil am Vormittag. In den vier Turn-Disziplinen gab es allenfalls am Stufenbarren noch etwas Luft nach oben. Ihr Tsukahara beim Sprung erhielt indes die zweithöchste Wertung überhaupt im Feld (13,85), am Balken (12,45) und am Boden (13,05) war Owen auch hochzufrieden. In der Leichtathletik am Nachmittag rief sie auch das Mögliche ab – nur in der letzten Disziplin, dem Weitsprung, blieb sie mit 4,03 Meter unter ihren Möglichkeiten. Hier wären normal 4,50 Meter oder mehr drin gewesen. Gleichwohl reichten 90,776 Punkte (davon 51,15 im Turnen) zum sechsten Platz im Feld der 35 Starterinnen. Damit war Owen bei ihrer zehnten DM-Teilnahme sehr zufrieden.

In der Männer-Hauptklasse im Deutschen Achtkampf vertraten mit Steffen Berg vom TSV Kierspe und Florian Klein (TV Friesen Lüdenscheid) zwei Turner aus der erfolgreichen Kiersper Oberliga-Riege des Farben des LVG. NRW-Meister Steffen Berg landete mit 82,591 Punkten auf Rang zwölf, Florian Klein wurde mit 81,94 Punkten 13. – es war ein guter Wettkampf der beiden, wenn auch kein optimaler. In den Turn-Disziplinen zeigten sich beide stark – Klein allerdings war mit seiner Bodenübung nicht ganz zufrieden, Berg zeigte im Sprung eine Woche nach der tollen Darbietung im Liga-Wettkampf nicht das Optimum. Dafür gewann er später seinen 100-Meter-Sprint (12,01 Sekunden, schneller war nur in einem anderen Lauf der neue Deutsche Meister Reza Abbasian vom TSV Buchholz, 11,95), blieb allerdings beim Schleuderballwurf etwas unter seinen Möglichkeiten (41,81 Meter). Hier lag Klein diesmal sogar einen Meter vor seinem LVG-Kollegen (42,72 Meter).

Neben den drei Aktiven in den Deutschen Mehrkämpfen waren auch vier Jahn-Mehrkämpfer aus dem LVG in Eutin am Start. Die Jahn-Mehrkämpfer müssen neben je einem Drittel der Disziplinen aus Leichtathletik und Turnen auch noch ein Drittel Schwimm-Disziplinen absolvieren. Eine erfahrene Mehrkämpferin ist Wiebke Fritsch vom TuS Grünewald aus Lüdenscheid. Sie hatte sich in Siegen beim Landesturnfest zum wiederholten Male für die nationalen Meisterschaften im Jahn-Neunkampf – diesmal in der Altersklasse W30 – qualifiziert. Nach einem guten Wettkampf schaffte es Fritsch nach einem langen Wettkampftag mit 83,144 Punkten auf den guten sechsten Rang unter elf Starterinnen.

In der Frauen-Hauptklasse startete Jana Grote vom TV Jahn Plettenberg ebenfalls im Jahn-Neunkampf. Für sie war allein die Teilnahme an den nationalen Titelkämpfen ein großer Erfolg. In Eutin zeigte sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen sehr ordentlichen Wettkampf und belegte mit 78,098 Punkten Rang 26 unter 27 Teilnehmerinnen.

In der M16/17 im Jahn-Sechskampf war der TV Jahn gleich doppelt vertreten. Julian Stremel, der über die B-Norm nach Eutin gekommen war und zuletzt zudem nur wenig hatte trainieren können, hatte in diesem starken Feld trotz einer normalen Performance keine Chance, wurde mit 42,485 Punkten letztlich deutlich 18. und damit Letzter. Einen tollen Wettkampf zeigte Jan Grewe. Der junge Turner aus der Vier-Täler-Stadt sammelte nach starken Übungen natürlich viele Punkte beim Turnen ein, die größte Steigerung allerdings zeigte er im Schwimmen. Über die 100-Meter-Freistil war er 14 Sekunden schneller als beim Landesturnfest in Siegen. „Hier hat sich das Techniktraining absolut bezahlt gemacht“, stellte Trainer Jan Gleitze fest, „obwohl: Eigentlich ist beim Schwimmen sogar noch mehr möglich...“ Sei’s drum: Mit 54,726 Punkten wurde Grewe in Eutin Sechster – und damit waren er und sein Trainer am Ende hochzufrieden.

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