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Aufholjagd der Roosters nicht von Erfolg gekrönt

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Von: Mirko Heintz

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Iserlohn Roosters - Düsseldorfer EG
Luke Adam, hier beim Bully, und die Roosters kassierten zwei Tage nach dem Sieg gegen die Haie eine knappe Heimniederlage gegen die DEG. © Patrick Rueberg

Hochspannung bot dieser Eishockeyabend nur in den Schlusssekunden. Da gelang den Roosters eine bemerkenswerte Aufholjagd. Aus einem 1:4 machte das Team am Seilersee ein 3:4, verpasste es aber wieder, mögliche Punkte mitzunehmen. Und Schuld hatte vor allem der Auftakt in dieses Match.

Iserlohn – Und täglich grüßt das Murmeltier. Dass erste Drittel nicht der Roosters Dinge sind, sagt die Statistik. Treffen schlechte Auftaktminuten auf hohe Effizienz der Düsseldorfer, liegt der blau-weiße Gastgeber nach 20 Minuten 0:2 hinten. Beide Gegentreffer fielen in den ersten vier Minuten, weil einmal beim Tor von Ehl die Zuordnung fehlte und die Roosters in Unterzahl den zweiten Gegentreffer kassierten. Spätestens ab der zehnten Minute waren die Sauerländer im Match angekommen, wussten aber ihre Chancen einfach nicht zu nutzen. Adam, Jentzsch und Whitney hatten ihre Möglichkeiten, Tore blieben aber Fehlanzeige. Auch die Gäste versuchten es noch einmal offensiv, das 3:0 aber wollte ebenfalls gegen eine besser stehende Iserlohner Defensive nicht gelingen.

Wie schon am Sonntag gegen die Haie kam das Tapper-Team deutlich besser organisiert zum Mittelabschnitt aufs Eis. Ein ähnlicher Sturmlauf aber blieb dem IEC blieb den Gastgeber allerdings versagt. Die tonangebende Mannschaft waren zunächst die Sauerländer, die 181 Sekunden brauchten, um den Anschlusstreffer zu verbuchen. Alanov startete aus dem eigenen Drittel, Ewanyk machte Druck, erarbeitete sich die Scheibe im gegnerischen Drittel und weil aufgrund der Iserlohner Geschwindigkeit in der Düsseldorfer Hintermannschaft Chaos herrschte, kam Ziegler zum Abschluss. Auch in den Folgeminuten waren die Blau-Weißen noch das bessere Team, je länger das Drittel aber dauerte, umso mehr glichen sich die beiden Teams wieder an. Chancen hatten beide, nur die DEG sollte noch einmal treffen. Bittners Treffer nach einem verlorenen Zweikampf an der Bande sorgte dafür, dass die Gäste wieder mit zwei Treffern führten.

Das hätte sich gleich im letzten Drittel ändern können, Adam & Co. verpassten es aber die Strafe gegen Nowak auszunutzen. Nicht nur in dieser Situation arbeitete die Mannschaft hart, überstand eine Unterzahl, stoppte eine XXL-Kontergelegenheit von Proft, hatte selbst knapp neun Minuten vor Schluss noch einmal Powerplay – Scheiben über die Linie zu bringen aber war an diesem Abend nicht der Roosters Sache – dachte man. Noch sechs Minuten. Plötzlich jubeln die Sauerländer. Nach einem Schuss von der blauen Linie trudelt die Scheibe Richtung Düsseldorfer Torlinie. Die Schiedsrichter aber lassen das Spiel weiterlaufen und, wie es an solchen Abenden nunmal ist, jubeln 50 Sekunden später die Düsseldorfer. Eder versenkt die Scheibe aus dem Slot, aber die Roosters bekommen, bevor dieser Treffer gilt, ihren Videobeweis, der zeigt, dass der Puck die Torlinie nicht in vollem Umfang überquert hat. So zählt das Düsseldorfer Tor.

Etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende nimmt Tapper eine Auszeit, Ebner sitzt für die DEG auf der Strafbank, Jenike verlässt, wie schon Sekunden vorher seinen Kasten und die Roosters sorgen bei 6:4-Überzahl für den Anschlusstreffer. Whitney traf – und die Sauerländer hatten noch 2:52 Minuten Zeit für mehr. Und es gelang mehr. Jenike raus – Treffer Aubin. Nur 40 Sekunden waren vergangen. Jetzt wurde die Partie zum Krimi. 2:12 hatten die Blau-Weißen noch Zeit für den Ausgleich, nahmen erneut Jenike vom Eis und versuchten alles. Sekunde um Sekunde tickte von der Uhr, aber es reichte nicht. Düsseldorf entschied die Partie mit einem Treffer Vorsprung an diesem Nachholspielabend für sich.

Iserlohn Roosters - Düsseldorfer EG 3:4

Roosters: Jenike – Ankert, Broda; O´Connor, Riefers; Sezemsky, Acolatse; Rausch – Cornel, Schilkey, Broda; Jentzsch, Bailey, Raedeke; Adam, Aubin, Whitney; Ewanyk, Ziegler, Alanov.

DEG: Pantkowski – Järvinen, Cumiskey; Heinzinger, Nowak; Ebner, Trinkberger – Barta, Ehl, O´Donnell; MacAulay, Eder, Proft; Svensson, Fischbuch, D´Amigo; Olsen, Schimenz, Bittner; Postel

Schiedsrichter: Hunnius, Schukies

Tore: 0:1 (01:03) Ehl (Cumiskey, Barta), 0:2 (04:00) Proft (Nowak, Barta/5:4), 1:2 (23:01) Ziegler (Ewanyk, Alanov), 1:3 (36:51) Bittner (D´Amigo), 1:4 (54:54) Eder (MacAuley), 2:4 (57:08) Whitney (Adam, O´Connor/6:4-EN), 3:4 (57:48) Aubin (Bailey, Whitney/EN)

Strafen: Roosters 8 – DEG 10

Zuschauer: keine Angabe

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