Entspannung bei Iserlohn Roosters angesagt

+
Mental ausgepowert: Die Pause kommt für die Roosters gerade recht, ehe es am 13. Februar weitergeht.

Iserlohn - Für Momente hatte man am Sonntag den Eindruck, dass selbst die Kraft fehlte, um sich wirklich über den Erfolg zu freuen. Nach dem Schlusspfiff des 3:1-Auswärtserfolges bei den Schwenninger Wild Wings hielt sich der Jubel von Spielern und Trainern der Iserlohn Roosters in Grenzen.

Von Mirko Heintz

Und das, obwohl man gerade einen weiteren Schritt in Richtung Playoffs gemacht, neun Punkte aus drei Spielen vor der Nationalmannschaftspause unter Dach und Fach gebracht hatte. „Die Jungs sind nicht körperlich, aber definitiv mental völlig ausgepowered“, sagt Cheftrainer Jari Pasanen. Der Finne hatte sogar darauf verzichtet, dem Team spezielle Anweisungen für das Schwenningen-Match mit auf den Weg zu geben: „Wir wären gar nicht mehr gegen die Müdigkeit im Kopf angekommen, haben deshalb ganz darauf verzichtet, bestimmte Infos weiterzugeben.“

Schneller als am Sonntag hat man Roosters-Spieler nach einer Partie auch nie duschen sehen. Einer der ersten, der fertig war: Marko Friedrich. Der Yougster, der mit seinen Treffern gegen Mannheim und in Schwenningen maßgeblich zu den zwei Erfolgen beigetragen hatte, machte sich gleich aus dem Schwarzwald auf, um in die Heimat zu reisen. „Ich werde ein paar Tage mit meiner Familie in Nürnberg verbringen, vielleicht noch einen Freund besuchen.“

Mit Gedanken vom Eishockey wegkommen

Viele der Nordamerikaner blieben ebenfalls im Süden, reisten weiter ins europäische Ausland. „Ich war noch nie in der Schweiz, werden dort ein paar freie Tage verbringen und versuchen mit den Gedanken ein bisschen vom Eishockey wegzukommen“, erzählt Chris Connolly. Mike York reist mit der Familie nach Madrid, aber auch andere Großstädte bekommen Besuch vom Seilersee. Derweil bleibt Keeper Mathias Lange mit seiner schwangeren Frau in Iserlohn.

Während die meisten Spieler also entspannen, geht für Pasanen das Pensum fast ohne Unterbrechung weiter. Schon heute arbeitet er mit den verletzten Spielern am Seilersee, will mit ihnen den Trainingsrückstand aufholen und sie an den Leistungsstandart der restlichen Mannschaft heranführen. „Wir werden Dienstag, Donnerstag und Samstag hart trainieren, um Whitmore, Jares und denen, die freiwillig aufs Eis gehen wollen, zu helfen.“

Am 13. Februar geht es weiter

Nach der Pause warten noch sieben Hauptrundenpartien auf die Sauerländer, bevor geklärt ist, wohin sie der Weg in den Playoffs führt. Dass ihnen die Pre-Playoff-Teilnahme nicht mehr zu nehmen ist, dürfte definitiv sein. Aktuell hat das Team 15 Zähler Vorsprung vor dem Tabellenelften Kölner Haie. Auch die Ausgangsposition für den direkten Einzug ins Viertelfinale ist hervorragend. Ihr nächstes Spiel bestreiten die Roosters am 13. Februar daheim gegen den Zweiten aus München. - MiHei

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare