Deutsche Eishockey Liga: Iserlohn Roosters – EHC Red Bull München 1:0

19-jähriger Torhüter führt Roosters zum Sieg

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Iserlohn – Der Held des Abends hieß Jonas Neffin! Wegen Verletzungen von Jenike und Peters stand der 19-Jährige zwischen den Pfosten und holte im ersten DEL-Spiel seinen ersten Shut-Out! Die Mannschaft kämpfte, gab alles und schaffte einen dieser unvergesslichen Hockeyabende, die diesen Sport so unglaublich machen.

Als Jonas Neffin kurz vor Ende der ersten 20 Minuten einen Alleingang hielt, erhob sich der altehrwürdige Seilersee und spendete eine kurze stehende Ovation – auch für die Gesamtleistung des 19-Jährigen im ersten Drittel. Der Youngster präsentierte sich ruhig und als sicherer Rückhalt.

 Geholfen hatte dabei schon die erste Scheibenberührung, als er einen Passversuch Gogullas durchkreuzte und die Scheibe aus der Gefahrenzone brachte. So machte es in den Anfangsminuten, nach der Bekanntgabe der Vertragsverlängerung von Erik Buschmann, fast den Eindruck, dass die erfahrenen Feldspieler nervöser waren als Neffin bei seiner DEL-Premiere.

 Es brauchte fünf, sechs Minuten, bis die Mannschaft sich fing. Insgesamt ließen die Sauerländer im ersten Drittel zwei Alleingänge von Lautenschlager und Halmo und die Powerplays 100 und 101 in dieser Saison ungenutzt. Dennoch war es erneut ein sehr solider Auftaktabschnitt mit einer soliden Defensivleistung – und ohne Gegentor.

 Das blieb auch nach 40 Minuten so. Neffin war sicherer Rückhalt seiner Mannschaft, auch deshalb, weil das umgesetzte Defensivsystem hervorragend funktionierte. München kam selten gefährlich vor das gegnerische Tor, hatte kaum Gelegenheiten durch die Mitte. Offensiv wurden die Sauerländer, je länger die Partie dauerte, mutiger und effektiver.

 Sutter, Halmo, Lautenschlager, alle hatten Gelegenheiten – das Tor aber fiel aus dem Nichts. Grenier ging nach einem Hoeffel-Pass über halblinks ins Drittel der Gäste, schoss aus der Drehung und brachte die Scheibe zum 1:0 ins lange Eck (27.). Münchens Fießlinger im Tor machte ansonsten einen guten Job, hielt die Mannschaft, die ohne elf Leistungsträger nach Iserlohn gekommen war, im Match.

 Im Schlussabschnitt hatten die Münchener den Plan, mehr Verkehr vor den Kasten von Neffin zu bringen, bekamen die erste herausragende Chance. Parkes saß auf der Strafbank, als die roten Bullen den Konter starteten, gegen Rumble wegen eines Stockschlags Strafe angezeigt und auf Penalty gegen die Iserlohner entschieden wurde. Jaffray trat an, Neffin verhinderte den frühen Abschluss, lag aber schon auf dem Boden, als der Gäste-Stürmer den Außenpfosten traf (46.).

 Angefeuert von den Rängen kämpften die Roosters Minute um Minute von der Uhr, bis Weiß eine Strafe wegen Hakens kassierte. München hatte Überzahl, nutzte aber auch diese nicht. Dmitriev traf noch den Pfosten. Selten vergingen die Sekunden gefühlt so langsam wie an diesem Abend. Neffins Vorderleute warfen sich in jeden Schuss. 57,9 Sekunden vor Schluss nahm Don Jackson seinen Goalie vom Eis. Doch die Scheibe ging nicht mehr ins Tor. Jonas Neffin spielte im ersten Spiel zu null – und der Seilersee lag sich in den Armen.

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