Fußballkreis Lüdenscheid

Kundes Abschied nach 18 Jahren

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Der neue Chef Detlev Dräger (3.v.l.) mit seinen KJA-Kollegen (von links): Norbert Iwannek, Ralf Willschütz, Rüdiger Dreisbach, Dobbin Weiß und Hannes Lauterbach. Zu Gast war auch Kreisvorsitzender Klaus Scharf (2.v.l.).

Kreisgebiet – Die Entscheidung von Wolfgang Kunde stand schon länger fest, dennoch merkte man dem langjährigen Vorsitzenden des Jugendausschusses im Fußballkreis Lüdenscheid an, dass der letzte Kreisjugendtag in der Plettenberger Gaststätte „Zur Post“ unter seiner Federführung für ihn etwas Besonderes darstellte.

18 Jahre war Kunde ein Bestandteil des KJA, die erste Hälfte als Koordinator für sportbegleitende Jugendmaßnahmen, die vergangenen neun Jahre davon als Vorsitzender. Auch wenn Kunde an diesem Abend von vielen Seiten Dank ausgesprochen wurde, kam das Wesentliche nicht zu kurz – die nicht gänzlich positiv verlaufende Fußball-Jugendarbeit im Kreis 2.

Kunde sprach vor knapp 60 Delegierten von einer „besorgniserregenden Entwicklung“ beim Blick auf die gerade einmal zehn überkreislich aktiven Mannschaften. Zudem mahnte der abtretende Vorsitzende: „Die Trainer sollten mehr Kontakt zum Stützpunkt halten.“ Generell sei das Mitwirken der Vereine an einer besseren Mitarbeit dringend vonnöten.

Negativer Trend bei Benehmen auf dem Platz

Ähnlich bedenkliche Worte nahm der Koordinator Spielbetrieb, Rüdiger Dreisbach, mit Hinblick auf das Verhalten der Spieler und Trainer in den Mund. „Das Benehmen auf dem Platz und auch an der Seitenlinie hat sich in den letzten Monaten wieder drastisch verschlimmert. Sexuelle Beleidigungen sind mittlerweile an der Tagesordnung. Da müssen die Vereinsverantwortlichen dringend auf die Spieler und Trainer einwirken“, forderte Dreisbach.

Auch die „Problematik“ Hallenkreismeisterschaft griff der Spielbetriebs-Koordinator auf. Zum einen lobte Dreisbach die verbesserte Atmosphäre in den Hallen, zum anderen sprach er jedoch auch seinen Unmut darüber aus, dass die Hallenfindung ein Problem sei und die Vereine lieber eigens organisierte Turniere durchführen würden (wir berichteten). Diesen negativen Trend bestätigte auch Ralf Willschütz, Vorsitzender des Kreisjugendsportgerichtes. „Die Vorbildfunktion wird auch von den Übungsleitern mit Füßen getreten. Die sportliche Fairness muss mehr vorgelebt werden“, erklärte Willschütz.

Kunde und Franz verlassen KJA

Deutlich positiver wurde die Stimmung, als das Thema Frauenfußball auf die Agenda kam. Petra Franz hob die „gute Zusammenarbeit mit dem Kreisausschuss Iserlohn“ hervor, die seit Jahren beim Frauenfußball miteinander kooperieren. Diese sei in diesem Bereich auch unabdingbar. Mit Franz verlässt neben Kunde eine weitere Funktionsträgerin den KJA.

Zum Ende der Veranstaltung war es an der Zeit, dass Wolfgang Kunde den Staffelstab weitergab. Detlev Dräger, der bereits als Stellvertreter im Amt war, wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt. „Ich gehe nicht ganz ohne Wehmut. Es kann sein, dass ich irgendwann in irgendeiner Funktion zurückkehre, aber jetzt will ich erst einmal Ruhe. Man sieht sich trotzdem auf den Sportplätzen“, erklärte Kunde zum Abschied.

Auf die Frage eines Vereinsvertreters, welche Ausrichtung Dräger für die Zukunft beim KJA plane, erklärte der neue Vorsitzende: „Wir werden uns im Ausschuss zusammensetzen, um eine Marschrichtung vorzugeben.“ Eines ist klar – auf den neuen Vorsitzenden kommt eine Menge Arbeit zu.

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