Derby wird zur reinen Kopfsache

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Derbyeinsatz gefährdet: HSG-Kreisläufer Daniel Adam.

Lüdenscheid – Drittes Finale und wohl letzte Chance, vor dem Neutrainer-Einstand die Hoffnungen auf den Klassenverbleib zu beleben: Landesligaschlusslicht HSG Lüdenscheid hofft dabei die „Finalserie“ im Gastspiel beim Kreisnachbarn TS Evingsen (Samstag, 19.30 Uhr, Sauerlandhalle) fortsetzen zu können: Niederlage in Ruhrtal, Remis gegen Hagen III und nun ein Sieg in Altena?

Der HSG, die um drei Zähler hinter der Turnerschaft zurückliegt, hilft nur ein Sieg weiter: „Alle sind unheimlich heiß. Jeder weiß, dass wir absolut mit dem Rücken zur Wand stehen und liefern müssen, wenn wir noch eine kleine Chance auf den Klassenerhalt wahren wollen“, hat Teammanager Michael Mirus in der Trainingswoche große Entschlossenheit und gute Stimmung im Lager der Bergstädter ausgemacht.

Sicherlich hilfreiche Puzzleteilchen auf dem Weg in eine bessere sportliche Zukunft – mehr aber auch nicht. Denn Bekenntnisse zum Besseren hat’s in den vergangenen Wochen viele gegeben, jetzt auch unterm Interimstrainer-Duo Felix Kroll/Matthias Skutta, doch auf der Platte sah’s ehrlich gesagt auch nicht besser aus als zuvor.

Klar, da hatte Kroll die tadellose Einstellung der Truppe gegen das Hagener Rumpfteam gelobt, aber ebenso klar war, dass die HSG ihre körperlichen Vorteile nicht ausreichend genutzt hat. Freiwurfblöcke oder Offensivsperren für Torjäger Phil Lausen hätten vorn den Weg zum Sieg ebnen können, wenn nicht müssen, hinten hätte ein Hauch von defensiverer Deckung den Grün-Gelben sicher das Leben schwerer gemacht. „Wir hatten vielfach das Wackelhändchen“, meint Mirus. Aber für den möglichen Erfolgsweg der HSG gibt’s kein Patentrezept: „Machen wir uns nichts vor, das ist jetzt reine Kopfsache. Wer seine Nerven besser in den Griff bekommt, wird die Halle als Sieger verlassen. Wir hoffen natürlich, dass uns der HSG-Anhang in die Sauerlandhalle begleitet und dort für echte Derbystimmung sorgt. Das wird uns zusätzlich motivieren“, appelliert der Teammanager an die Fans.

Harzfrei in der Sauerlandhalle hin oder her – ein Umstand, der zwar für die TS ein Vorteil, für die HSG aber keineswegs Neuland ist und sie in der Vorsaison nicht davon abhielt, beide Spiele gegen die Schmoll-Truppe (29:25 nach dem 23:21-Heimspielerfolg) zu ihren Gunsten zu entscheiden. Personell gibt’s keine Überraschungen der Bergstädter. Lediglich hinter dem Einsatz von Routinier Daniel Adam (umgeknickt) steht ein Fragezeichen.

HSG: Ferizi, Stute – Schmidt, Beckmann, Adam (?), Bieker, Pennekamp, Lausen, Gruber, Weigt, Ritthaler, Hirnschal, Meyer, Fenner

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