Fußball

Arbeitsauftrag zweiter Saisonsieg

Ewald Platt, Julian Jakobs
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Ewald Platt (links) an der Seite von Co-Trainer Julian Jakobs - ein Bild, das es so nicht mehr geben wird.

Erst ein Saisonsieg steht für den RSV Meinerzhagen zu Buche. Im Sonntag-Heimspiel soll endlich der nächste her.

Meinerzhagen – In der Abbruch-Saison 20/21 liefen sich der RSV Meinerzhagen und die SpVgg Vreden gar nicht über den Weg, im aktuellen Spieljahr treffen die Fußball-Oberligisten nun schon zum zweiten Mal binnen eineinhalb Wochen aufeinander. Das Meisterschaftsspiel am Sonntag im Stadion an der Oststraße (Anstoß 15 Uhr) ist die Neuauflage des Westfalenpokal-Zweitrundenspiels vom 23. September, das die Volmestädter 4:5 verloren.

Satte neun Tore, an denen zwei löchrige Defensivreihen und ein überforderter Meinerzhagener Ersatzkeeper entscheidenden Anteil hatten – das ist das, was von besagter Partie in Erinnerung geblieben ist. Rückschlüsse auf das neuerliche Duell lässt das nun aber allenfalls bedingt zu, und RSV-Trainer Mutlu Demir geht sogar noch weiter: „Solche Rückschlüsse verbieten sich für uns genauso wie für den Gegner!“ Schließlich können im Gegensatz zum kürzlichen Pokal-Abend weder die Sauerländer (drei Punkte) noch die Gäste aus dem Münsterland (zwei Zähler) befreit aufspielen: Wer am Sonntag verliert, wird sich auch dauerhaft auf eine Position im Tabellenkeller einstellen müssen.

Egal, wie offensiv man auch ist – wir dürfen nicht vergessen, auf dem Weg nach vorne die Tür zu schließen...

Mutlu Demir (Trainer RSV Meinerzhagen)

Freilich versprüht Demir Optimismus, dass es seiner Mannschaft am Sonntag gelingt, den Abstand zum Mittelfeld des Klassements zu verringern. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt er und erteilt als unmissverständlichen Arbeitsauftrag den zweiten Saisonsieg: „Wir werden auf gar keinen Fall auf Unentschieden spielen.“ Dabei weiß der Coach natürlich um die Anfälligkeit nach hinten, die die Meinerzhagener bislang noch in jedem Spiel offenbart haben. Die vielen leichten Fehler gilt es endlich abzustellen, was Demir selbst so umschreibt: „Egal, wie offensiv man auch ist – wir dürfen nicht vergessen, auf dem Weg nach vorne die Tür zu schließen...“

Apropos Tür: Für Ewald Platt ist selbige beim RSV nunmehr dauerhaft zu. Beim 1:6 in Sprockhövel hatte sich der Offensivakteur verbal abfällig gegenüber dem Trainer geäußert und war seitdem nicht mehr berücksichtigt worden. „Wir haben uns ausgesprochen, sind gleichzeitig aber auch zu dem Schluss gekommen, dass es so nicht mehr funktioniert“, erklärte Demir nun auf Nachfrage. Heißt: Platts Zeit an der Oststraße, wo er im Sommer 2017 angeheuert hatte, ist beendet.

Darüber hinaus gehört auch Christopher Brock nicht mehr zum Oberliga-Kader, sondern sucht sein Glück künftig in der A-Liga-Reserve. Ansonsten sieht’s personell gut aus: Neben Musa Sesay fehlt wegen seiner „Ampelkarte“ aus dem Siegen-Spiel nur Hakan Demir.

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