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Massenabstieg in der Landesliga: Fünf Teams müssen runter

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Von: Lars Schäfer

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Eine mehr als anspruchsvolle Saison wartet auf Landesliga-Aufsteiger Kiersper SC (hier im Testspiel gegen den VfB Altena): Gleich fünf Teams müssen die Liga am Ende der Saison 2022/23 verlassen.
Eine mehr als anspruchsvolle Saison wartet auf Landesliga-Aufsteiger Kiersper SC (hier im Testspiel gegen den VfB Altena): Gleich fünf Teams müssen die Liga am Ende der Saison 2022/23 verlassen. © Meyrich, Axel

Was mancher Verein bereits befürchtet hatte, hat sich am Dienstag bestätigt, als der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) die Auf- und Abstiegsregelung für die Saison 2022/23 in den überkreislichen Ligen veröffentlichte. Vor allem auf Rot-Weiß Lüdenscheid, TuS Langenholthausen und Aufsteiger Kiersper SC wartet wohl eine knallharte Saison, weil es in der Landesliga-Staffel 2 gleich fünf Absteiger geben wird.

Märkischer Kreis - Mit jeweils 18 Mannschaften sind die vier westfälischen Landesligen in der Saison 2022/23 prall gefüllt – es ist gewissermaßen eine „Spätfolge“ der Corona-Abbruchsaison 19/20, als es nur Auf-, aber eben keine Absteiger gegeben hatte. In der vergangenen Saison 21/22 war die Oberliga Westfalen mit 21 Teams an den Start gegangen, weshalb nach einer Einfachrunde gesplittet wurde in Auf- und Abstiegsrunde. Fünf Teams stiegen letztlich ab – darunter auch der RSV Meinerzhagen, der nun ab dem 14. August in der Westfalenliga 2 um Punkte kicken wird.

Auch aus den beiden Westfalenliga-Staffeln stiegen am Ende der vergangenen Saison fünf Mannschaften ab, um die aufgeblähten Ligen von 18 auf 16 Teams zurückzuführen. Weil die Landesliga als siebte Spielebene dadurch gleich zehn Westfalenliga-Absteiger aufnehmen musste für die neue Saison 22/23, sind die vier Staffeln jeweils 18 Mannschaften stark. Konsequenz: Am Ende der der Saison 22/23 müssen 20 Mannschaften – fünf pro Staffel – runter in die Bezirksligen.

Nils Langwald, der neue Cheftrainer des TuS Langenholthausen, hatte bis zum Dienstag mit vier Absteigern aus der Landesliga gerechnet. „Es wäre schon mit vier Absteigern eine harte Saison geworden, jetzt werden es fünf sein. Aber wir nehmen es an, wie es ist und konzentrieren uns auf das, was wir beeinflussen können“, so Langwald.

Bayram Celik war am Dienstagmittag etwas baff. „Fünf Absteiger – das ist schon eine Hausnummer“, sagte der Chefcoach der Lüdenscheider Rot-Weißen, „da muss jeder so schnell wie möglich Punkte sammeln. Es wird eine sehr spannende Saison.“

Ich hatte gesagt, dass wir im Idealfall einen einstelligen Tabellenplatz holen wollen. Das wird jetzt ja beinahe schon zur Pflicht...

KSC-Trainer Marco Carbotta

„Spannend und anspruchsvoll wird die Saison“ – Marco Carbotta, Trainer von Landesliga-Aufsteiger Kiersper SC sah sich in seiner schon vor Wochen geäußerten Auffassung noch einmal bestätigt. „Ich hatte gesagt, dass wir im Idealfall einen einstelligen Tabellenplatz holen wollen“, so Carbotta, „das wird jetzt ja beinahe schon zur Pflicht...“

Und damit richtet sich der Blick auf die Westfalenliga, in der der RSV Meinerzhagen nach dem Oberliga-Abstieg um Punkte kickt. Die Meister der beiden Staffeln steigen direkt in die Oberliga auf, die drei Tabellenletzten beider Staffeln ab. Platz 13 reicht also für den Klassenerhalt. Sollte die Anzahl von 18 Mannschaften in der Oberliga Westfalen nicht erreicht werden, tragen die Tabellenzweiten der beiden Westfalenliga-Staffeln ein Entscheidungsspiel um einen zusätzlichen Oberliga-Startplatz für die Saison 23/24 aus. Der Austragungsort wird vom Verbands-Fußball-Ausschuss festgelegt. Bei zwei freien Oberliga-Plätzen steigen die Vizemeister direkt auf. Apropos Oberliga: Aus dem aus 18 Mannschaften bestehenden westfälischen Oberhaus steigen zwei Teams in die Westfalenliga ab – ab drei westfälischen Absteigern aus der Regionalliga würde es einen dritten Oberliga-Absteiger geben.

Vier Absteiger in den Bezirksliga-Staffeln 5 und 6

Zu den Bezirksligen: 214 Bezirksligisten verteilen sich in Westfalen auf 13 Staffeln, wobei die Staffelgröße zwischen 15 und 18 Mannschaften variiert. Dieses Ungleichgewicht ist auch relevant für den Abstiegskampf. Denn: In den Staffeln mit 15 Mannschaften steigen die drei Tabellenletzten in die Kreisliga A ab. In den 16er-Staffeln erwischt es die letzten vier Teams und in den Staffeln mit 17 und 18 Mannschaften müssen sogar die letzten Fünf den Gang auf Kreisebene antreten.

Was bedeutet das für die heimischen Bezirksligisten? TuS Plettenberg, FSV Werdohl und Aufsteiger RSV Meinerzhagen II kicken in der Staffel 5, die eine 16er-Staffel ist. Ergo wird es in dieser Liga vier Absteiger geben. Ebenfalls 16 Mannschaften zählt die Staffel 6, in der der TuS Ennepe antritt. Auch hier gibt es vier Absteiger. Die 13 Bezirksliga-Meister steigen in die Landesliga auf. Wie berichtet, soll in der Saison 23/24 die Zahl der Bezirksliga-Staffeln auf 12 zurückgeführt werden.

Festgelegt hat der FLVW zudem, wie viele Aufstiegsplätze die einzelnen Fußballkreise erhalten. Aus heimischer Sicht verändert sich nichts. Der Meister der Lüdenscheider Kreisliga A steigt ebenso direkt auf wie die A-Liga-Meister in den Fußballkreisen Arnsberg und Iserlohn.

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