Fußball

„Ein vorzeitiger Saisonabbruch ist nicht möglich“

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Einen fixen Re-Start-Termin für Meisterschaftsspiele gibt es weiterhin nicht.

Spätestens seitdem erste Öffnungsschritte für Hoffnung und Perspektiven im Jugend- und Amateurfußball gesorgt haben, scharren vielerorts Trainer und Spieler ungeduldig mit den Hufen.

Kreisgebiet - Die zentrale Frage lautet: Wird es einen Re-Start der seit Ende Oktober unterbrochene Saison 20/21 oder eine Annullierung der Spielzeit geben? Am Donnerstag tagte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) erneut mit Vertretern der Kreise online, am Freitag beantworte der Verband wichtige Fragen rund um die derzeit gültige Corona-Schutzverordnung sowie zu einer möglichen Saisonfortsetzung. Eine klare Antwort darauf, ob es eine Saisonfortsetzung geben wird, gab es aber nicht. Aus gutem Grund.

Es gibt keinen fixen Termin für einen Re-Start

Fakt ist: Einen fixen Re-Start-Termin für Meisterschaftsspiele gibt es weiterhin nicht. „Stand jetzt sehen die geplanten Öffnungsschritte der Bundes- und Landesregierung vor, dass ab dem 5. April Kontaktsport im Freien – also auch Fußball – wieder möglich ist. Voraussetzung hierfür ist aber ein landesweiter Inzidenzwert zwischen 50 und 100. Bei höheren Werten können Kommunen und Landkreise Sportanlagen weiterhin geschlossen halten. Zudem berät die Bund-Länder-Konferenz am 22. März erneut und passt Lockerungsschritte und Verordnungen gegebenenfalls weiter an“, teilte der FLVW den Vereinen am Freitag mit.

Auch auf den 2. Mai, den FLVW-Vizepräsident Manfred Schnieders im Rahmen eines Online-Meetings der westfälischen Fußball-Oberligisten am Dienstagabend als möglichen Re-Start-Termin genannt hatte, ging der FLVW am Freitag ein. Ob und inwieweit der 2. Mai nach einer zuvor vierwöchigen Vorbereitungszeit – Voraussetzung dafür wäre erlaubter Kontaktsport ab dem 5. April – aber tatsächlich den ersten Termin für überkreisliche Meisterschaftsspiele darstellen könne (Kreise können von dieser Berechnung abweichen), hänge „ausschließlich von der politischen und pandemischen Verfügungslage ab.“ Außerdem teilte der FLVW mit, dass sich Vertreter des FLVW und der 29 Kreise einig seien, „dass den Vereinen nach der langen Zwangspause eine angemessene Zeit zum Training unter Wettkampfbedingungen – sprich: mit der gesamten Mannschaft und mit Kontakt – gewährt werden muss. Rund vier Wochen sind hierfür der vorgesehene Zeitraum. Sollte es die pandemische Verfügungslage zulassen, können hier zu Vorbereitungszwecken Freundschaftsspiele ausgetragen werden.“ Auf die Frage, ob der FLVW die Saison nicht einfach abbrechen könne, gab es eine konkrete Antwort: „Nein. Auch dem Verband fällt es aufgrund der unsicheren pandemischen Lage und dem unvorhersehbaren Infektionsgeschehen schwer, langfristig zu planen. Ein vorzeitiger Saisonabbruch ist aber nicht möglich. Die Organisation des Spielbetriebs ist satzungsgemäße Kernaufgabe des FLVW, weswegen der Verband – soweit es möglich ist – den Spielbetrieb für seine Mitgliedsvereine anbieten muss und wird.“

Nach Ansicht des FLVW sei es auch im Mai und Juni noch in vielen Staffeln möglich, 50 Prozent der Spiele zu erreichen und damit zu einer Wertung zu kommen. „Zum anderen können Vereine – sofern Zuschauer wieder zugelassen sind – Einnahmen durch die Spiele generieren, die dringend benötigt werden. Auch deshalb ist ein pauschaler Saisonabbruch nicht vorgesehen“, so der FLVW, der nochmals darauf hinwies, dass der Verband die Saison nicht über den 30. Juni hinaus verlängern könne.

Saisonverlängerung ist nicht möglich

„Aus verschiedenen Gründen ist eine Saisonverlängerung nicht möglich: Zum einen starten bereits am 5. Juli in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Zum anderen haben die Vereine mit ihren Spielerinnen und Spielern Vereinbarungen oder Verträge geschlossen, die in der Regel bis zum 30. Juni gültig sind. In der Jugend ist außerdem der Altersklassenwechsel entscheidend, da nach dem Sommer nicht mehr dieselben Kinder und Jugendlichen in den Mannschaften spielen würden“, hieß es aus Kaiserau.

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