Personallage bei den Roosters wird bedrohlich

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Nach dem 5:1-Sieg gegen München zeigten die Roosters um Jason Jaspers in Köln bemerkenswerten Einsatz.

Iserlohn - Als Chris Connolly auf eine Krücke gestützt am Sonntagabend die Köln-Arena verließ, war den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) eines klar: War die Verletztensituation am Freitagabend angespannt, ist sie jetzt bedrohlich. So, wie sich der Kanadier bewegte, das verletzte Bein kaum belasten konnte, wird er nicht nur ein paar Tage ausfallen. Ob das auch für Louie Caporusso gilt, bleibt abzuwarten.

Auch er hat sich in Köln in Momenten mit Kölner Härte am Knie verletzt und konnte die Partie nicht fortsetzen. „Am Montag waren beide zu umfangreichen Untersuchungen im Krankenhaus, heute stehen weitere Untersuchungen bei den Ärzten an, dann wissen wir mehr“, sagt IEC-Cheftrainer Jari Pasanen.

Neben Connolly und Caporusso werden am kommenden Wochenende, dem Auftakt der heißen Weihnachtsphase mit zehn Spielen in 24 Tagen, auch Sylvester (Gehirnerschütterung) und Petersen (Knieverletzung) wohl weiterhin fehlen. Ob auch Dieter Orendorz weiter auf der Verletztenliste stehen wird, dessen Hüftprellung langsam abklingt, bleibt offen. „Es ist einfach schade, dass uns das jetzt passiert. Aber wir müssen weiter hart arbeiten und das Beste aus der Situation machen.“ Noch einmal auf dem Transfermarkt zu reagieren, dürfte nahezu ausgeschlossen sein. Die Roosters haben mit ihrem jüngsten Transfer die letzte Kontingentstelle vergeben. Einen deutschen Spieler mit ansprechender Qualität zu einem bezahlbaren Preis zu bekommen, wird unmöglich sein.

Deshalb zeigt sich auch, wie wichtig es war, mit Zach Hamill einen weiteren Spieler zu verpflichten. Nachdem der neue Kanadier bereits am Freitagabend gegen München in einigen Szenen sein Können zeigte, überraschte er in Köln nicht nur mit seinem ersten Treffer, sondern auch mit taktischer Übersicht. „Es waren für mich wirklich außergewöhnliche Tage. Donnerstagabend habe ich mich entschieden, keine 24 Stunden später, ohne die Mannschaft zu kennen, habe ich in Iserlohn auf dem Eis gestanden“, so der 27-jährige.

Manager Karsten Mende würde Hamill gern auch in der kommenden Saison am Seilersee sehen: „Das müssen wir natürlich abwarten, aber ich will nicht abstreiten, dass das mein Plan ist.“

Dass die Roosters erneut den zweiten Tabellenplatz erarbeitet haben, nur noch zwei Zähler hinter Mannheim zurückliegen, ist der Einsatzbereitschaft des Teams zu verdanken. „Ich habe oft gesagt, dass ich stolz auf diese Mannschaft bin. Aber sie schafft es immer, noch einen drauf zu setzen. Das, was unsere drei Reihen gezeigt haben, war unglaublich“, betont der finnische Chefcoach. Ob die Sauerländer weiter vorne mitmischen, wird nicht zuletzt von den Medizinern abhängen – und den Wundern, die gerade zur Weihnachtszeit möglich werden können.

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