Nur kurze Freude bei den Roosters nach Playoff-Start

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Goalie Mathias Lange erwies sich im ersten Playoff-Spiel gegen Nürnberg einmal mehr als sicherer Rückhalt im Iserlohner Tor und feierte zum Einstieg in die Serie gleich einen Shut-Out.

Iserlohn - Die Playoffs der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ziehen die Region in ihren Bann, faszinieren, sorgen für unglaubliche Identifikation mit den Iserlohn Roosters. Wie unwichtig der Sport allerdings werden kann, zeigte die Nacht nach Spiel eins der Viertelfinal-Serie gegen die Nürnberg Ice Tigers.

Dabei kann so viel passieren, wie die Betreuer der Nürberg Ice Tigers in der Nacht nach dem 4:0-Sieg des IEC erleben mussten. Sie verunglückten auf dem Heimweg nach Franken schwer, stiegen aber nahezu unverletzt aus dem aus dem an der Frontseite völlig zerstörten Wagen mit dem Spielermaterial. „Sie haben einen unglaublichen Schutzengel gehabt“, sagt Roman Horlamus, Pressesprecher der Ice Tigers, im Gespräch mit unserer Zeitung. 

Die Roosters, deren Betreuer einen mehr als kollegialen Kontakt zu den Nürnbergern haben, zeigten sich betroffen: „Wir wünschen den Materialern, dass sie ihren Schock schnell verwinden.“ 

Sportlich ging die Mannschaft der Sauerländer schon kurz nach dem 4:0-Erfolg zum Alltag über. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie die Partie eine Viertelstunde genießen dürfen, dann haben wir begonnen, uns auf das nächste Spiel zu konzentrieren“, so Cheftrainer Jari Pasanen. 

Natürlich war er mehr als zufrieden mit dem Match seiner Mannschaft, die nach den zwei frühen Toren binnen der ersten 99 Sekunden die Auftaktpartie der Serie kontrollierte. „Nur mit dem Powerplay war ich unzufrieden, da lief die Scheibe zwar gut, wir müssen aber auch am Abschluss arbeiten“, so der Finne weiter.

Bemerkenswert war auch die Ruhe von Mathias Lange im Tor. Einmal vermittelte der Deutsch-Österreicher den Eindruck, dass es schwer sein würde, an ihm vorbei zu kommen. „Natürlich ist es immer ganz besonders, einen Shut-Out zu feiern, aber ich muss das Kompliment weitergeben an die Jungs. Sie haben jeden Schuss geblockt, konsequent nach hinten gearbeitet und sich als echte Mannschaft präsentiert“, so der ehemalige Nationalkeeper. 

Die Geschlossenheit der Blau-Weißen war der Schlüssel zum ersten Sieg des IEC. Alle vier Reihen arbeiteten hart. Nürnberg verpennte den Start, war vom leicht veränderten Forechecking von Jari Pasanen überrascht. Über weite Strecken der Partie sah man von den Franken lediglich Patrick Reimer und seine Sturmformation. Zudem nahmen die Ice Tigers einfach zu viele Strafen. 

Übrigens ist und bleibt Fakt: Immer, wenn Brodie Dupont in einem Playoff-Match trifft, dann gehen die Roosters als Sieger vom Eis. „Er ist nach seiner Verletzung endlich wieder der Alte, hat genauso wie Nick Petersen und Mike York ein tolles Spiel gemacht“, so Pasanen. 

Heute in Spiel zwei (19.30 Uhr) wird es deshalb keine Umstellungen geben. Im Tor steht Mathias Lange, Verletzte gibt es nicht.

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