Eishockey, DEL

DEL-Saison: Iserlohn Roosters spielen in der Nordgruppe

Zweikampf beim Eishockey
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Am 17. Dezember geht’s los, startet die DEL in eine pandemiebedingt außergewöhnliche Saison. Gespielt wird in zwei Gruppen, die Iserlohn Roosters wurden der Nord-Gruppe zugeschlagen.

Die Iserlohn Roosters spielen in der neuen DEL-Saison in der Nordgruppe - die Spielzeit soll am 17. Dezember beginnen.

Iserlohn – Die letzten Details sollen sich am Donnerstag erst in den Mittagsstunden geklärt haben, dann aber stand fest, dass es eine Saison 2020/21 in der Deutschen Eishockey Liga geben kann – mit allen 14 Clubs. Zuletzt hatten die Krefeld Pinguine ihre Teilnahme final bestätigt, nachdem die Mannschaft, so berichtete die Rheinische Post, vor dem Dienstagsspiel im Magenta Sport Cup in den Kurzstreik gegangen war. Damit wollten die Spieler nicht nur ihren Unmut über einen erneuten Gehaltsverzicht zum Ausdruck bringen, sondern auch die angeblich noch immer nicht erhaltenen Gehälter aus dem Oktober anmahnen.

Vom Iserlohner Seilersee war 24 Stunden früher „grünes Licht“ gegeben worden, auch, wenn in Sachen Gehaltsverzicht aber wohl nicht alle mit an Bord sind. „Es gibt den Datenschutz und ein Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Sollte es Abweichungen von der Norm gegeben haben, werde ich darüber nicht sprechen. Verträge sind bei anderen Clubs aus unterschiedlichen Gründen aufgelöst worden. Da hat ein Spieler, der derzeit in Nordamerika ist gesagt, ich beende meine Karriere, ein anderer wechselt lieber nach Skandinavien. Das sind auch Optionen und Möglichkeiten, von denen wir Gebrauch gemacht haben“, so Roosters-Boss Wolfgang Brück. Damit ist auch das geklärt. Die kommenden ein bis zwei Wochen werden zeigen, um wen es sich handelt...

iserlohn Roosters ab 17. Dezember in der Nordgruppe

Bis zum 17. Dezember, dem Eröffnungsspieltag der neuen Saison, haben die Sauerländer jetzt Zeit, ihre Mannschaft spielfähig zu machen. Das bedeutet zunächst, dass Stress aufkommt. „Wir haben mit der Buchung von Flügen begonnen, müssen den Kader komplettieren, die letzten Wohnungen mieten und wollen jetzt möglichst schnell mit der Vorbereitung beginnen“, sagt Manager Christian Hommel. Allerdings muss er jetzt das, was die Roosters sonst in drei bis vier Sommermonaten organisiert haben, in zwei bis drei Wochen hinbekommen. „Testspiele würde ich gern machen, allerdings ist das aufgrund des Vorbereitungsturniers mit acht DEL-Teams, einer laufenden Saison in der DEL2 und der Oberliga nicht ganz einfach.“ Wahrscheinlich bleibt lediglich die Option, gegen die Kölner Haie oder, sehr kurzfristig, gegen eins der ausgeschiedenen Teams etwas zu vereinbaren. Die ideale Vorbereitung sieht anders aus.

Gespielt wird in der Saison, wenn es die Pandemie-Lage zulässt, bis zu drei Mal pro Woche – zunächst bis Mitte/Ende März. In dieser Zeit geht die Liga täglich aufs Eis, weil man auf Zuschauer keine Rücksicht nehmen muss. „Wir planen entgegen unserer ersten Aussagen nun doch mit Geisterspielen. Die Clubs rechnen in ihren Etats auch nicht mit Zuschauern in den Arenen, das wäre nichts anderes als ein Bonus“, so Gernot Tripcke, Geschäftsführer der DEL.

Ähnlich der NHL, hat die Liga die Clubs in zwei Divisionen – also zwei Gruppen – geteilt, wobei die Roosters in der Nordgruppe an den Start gehen werden. Der für eine Spielzeit veränderte Modus sieht eine Doppelrunde gegen die Gruppengegner aus Köln, Krefeld, Düsseldorf, Bremerhaven, Wolfsburg und Berlin vor, außerdem eine Einfachrunde gegen die Südteams. Dann folgen Playoffs, die mindestens im Modus „Best-of-three“ ausgetragen werden.

Nicht so viele Nächte im Hotel

„Ich kann mit diesem Modus gut leben. Er ist der Pandemielage geschuldet, aber sinnvoll“, so Christian Hommel. Neben finanziellen Einsparmöglichkeiten durch wegfallende Hotelübernachtungen, erhoffen sich die Clubs auch ein geringeres Risiko, sich in Hotels mit dem Covid-19-Virus zu infizieren. Geschaffen hat die Liga ein für alle Clubs gültiges Testprotokoll, anders als in der DEL2 oder der Oberliga. Ob Mannschaften aufgrund von in Quarantäne befindlichen Spielern ganz aus dem Spielbetrieb genommen werden, entscheidet nicht die DEL, sondern, das machte Tripcke deutlich, die jeweils zuständige Behörde.

„Wir hoffen allerdings, uns in Gesprächen mit den Ämtern auf deutschlandweit einheitliche Regellungen verständigen zu können“, so Tripcke. Letztlich müssen man flexibel sein, wenn Spiele abgesagt werden müssen. „Wir werden aber Lösungen für den Fall, dass solche Dinge passieren, präsentieren.“ Dass im Fall eines kompletten Lockdowns die Liga unterbrochen werden müsste, ist generell denkbar, wird aber, zum Beispiel auch in Österreich, nicht praktiziert. Dennoch bleiben auch zahlreiche Fragen offen, die aber können vom Sport in diesen Tagen auf keinen Fall beeinflusst werden.

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