Roosters mit bisheriger DEL-Ausbeute zufrieden

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Sechs Mal jubelten die Roosters gegen Schwenningen und untermauerten damit ihre ordentliche DEL-Startbilanz.

Iserlohn - Sieben Spiele, vier Siege, Platz sieben in der Tabelle. So weit, so gut. Bislang läuft für die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) alles nach Plan, vielleicht sogar ein bisschen besser. Denn das, was man weder an Erfolgen oder Tabellenständen ablesen kann, ist, dass der IEC mit Ausnahme des ersten Drittels gegen den amtierenden Meister aus Mannheim herausragende Spiele abgeliefert und gegen kein Team echte Schwierigkeiten hatte.

Die Wahrheit aber ist auch, dass die Blau-Weißen sich nahezu jedes Ergebnis selbst zuzuschreiben haben, im Positiven wie im Negativen.

Aufholjagden waren bemerkenswert, die einfachen Siege wie am Sonntagabend gegen Schwenningen erst recht. Als Beispiel für einen enttäuschenden Ausgang dient aber auch das Freitagsmatch in München, als die Roosters die bessere Mannschaft waren, eigene Fehler den Ligakrösus aber ins Spiel brachten.

„Ich glaube, die Beschreibung ist weitgehend richtig, aber das ist auch kein Wunder, wir haben eine neu zusammengestellte Mannschaft, die sich erst finden muss“, so Cheftrainer Jari Pasanen. Elf, vielleicht zwölf Spiele will er diesen Jungs geben, bevor er ein Zwischenfazit zieht, die Tabelle echte Aussagekraft hat. „Bei jedem Spiel haben wir gut gespielt, auch in Straubing waren wir die bessere Mannschaft. Es ist also gut zu wissen, dass wir gegen jedes Team, das wir bislang gespielt haben, auf Augenhöhe mithalten können. Warten wir es ab.“

Pasanen erkennt die Möglichkeiten, die diese Mannschaft in dieser Saison erneut hat, will aber nicht zu früh zu euphorisch sein. Zu dieser Einschätzung tragen auch die drei gravierenden Fehler bei, die das Team am Freitag in München begangen hat. „Wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine wirklich junge Truppe haben, das trägt auch zu solchen Fehlern bei.“

Das sieht auch Manager Karsten Mende, gefragt nach einem Zwischenfazit, ähnlich. „Wir sollten stolz auf das bisher Erreichte sein, aber keinesfalls annehmen, dass das alles von allein so weiterläuft. Die Saison ist trotz aller hoffnungsvollen Momente noch sehr, sehr lang.“ Weil es so ist, gibt der ehemalige National-Verteidiger den Mahner. „Die Jungs tun gut daran, immer mit beiden Beinen auf dem Boden zu bleiben. Außerdem müssen wir die Konzentrationsschwäche abschalten.“

Für die Fehler aus dem Schwenningen-Spiel hatte Pasanen eine Erklärung: „Nach dem 4:0 fehlte die Motivation, dazu kam die Müdigkeit nach der ersten langen Rückfahrt aus München.“ Goalie Mathias Lange, der am Sonntag eine genauso starke Leistung abrief wie Chet Pickard am Freitag in München, erwartet, dass sein Team kompakter in der eigenen Defensive stehen muss: „Im Großen und Ganzen aber sind wir auf dem richtigen Weg.“

Das gilt auch personell. Die Umstellungen von Jari Pasanen hatten gegen Schwenningen den erhofften Erfolg. Friedrich spielte gut an der Seite von York und Petersen, muss aber als gelernter Mittelstürmer noch an Details als Linksaußen arbeiten. Wruck inspirierte Sylvester und Ross, der sogar zwei Tore schoss.

Die Rückkehr des verletzten Chad Bassen in eine Reihe mit dem am Wochenende überragenden Blank und Connolly hilft ebenfalls. So bleibt zu hoffen, dass der Weg am kommenden Wochenende, wenn die Roosters gegen Hamburg und Wolfsburg spielen, nahtlos fortgesetzt wird. - MiHei

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