Roosters wollen auf direktem Wege ins Playoff-Viertelfinale

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Torhüter Chet Pickard (rechts) war einer von mehreren Roosters-Spielern, die sich nach dem 4:2-Erfolg gegen die Nürnberg Ice Tigers am Dienstag ein Sonderlob von Trainer Jari Pasanen abholten.

Iserlohn - „Endlich haben wir es mal geschafft, meine Heimatstadt zu besiegen, ich habe zwei Jahre drauf gewartet“, grinste Marko Friedrich. Der Stürmer der Iserlohn Roosters, geboren in Franken, freute sich über den 4:2-Erfolg gegen die Nürnberg Ice Tigers in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) diebisch.

Mit dem nächsten Atemzug schaltete Friedrich aber gleich wieder zwei Gänge zurück. „Freude ja, Zufriedenheit nein. Die Saison geht schon am Freitag weiter und wir haben da noch ein Ziel vor Augen.“ Welches das teamintern ist, nannte Friedrich erstmals konkret: „Wir wollen jetzt natürlich direkt ins Viertelfinale und wünschen uns letztlich auch nach dieser Saison das Heimrecht. Dafür werden wir alles geben.“ 

Wie viele Punkte dafür noch nötig sind, ist die große Frage, bleibt das Ligageschehen doch weiterhin unberechenbar. Nach dem Erfolg gegen die Ice Tigers hatten die Roosters rechnerisch die Pre-Playoffs schon erreicht, der Elftplatzierte aus Ingolstadt aber hat erst am Mittwoch sein Match gegen die Adler Mannheim gespielt, so dass die Panther mit einem Erfolg die Roosters theoretisch noch abfangen könnten. 

Das aber sollte praktisch unmöglich sein, genauso wie das Szenario, dass die Sauerländer noch an der direkten Qualifikation für das Viertelfinale scheitern. Köln als Siebter hat 15 Punkte Rückstand bei fünf noch ausstehenden Partien. Die ersten sechs Mannschaften aber trennen gerade acht Punkte, hier ist ohne jeden Zweifel noch alles möglich. 

Deshalb warnt Iserlohns Trainer Jari Pasanen davor, irgendetwas zu leicht zu nehmen. Bei seinen Jungs muss man davor wohl keine Angst haben. „Chet Pickard hat ein tolles Spiel gemacht, Nick Petersen, J.P. Côté und Marko Friedrich. Aber ich könnte auch noch ein paar andere nennen“, lobte der Finne. Gerade bei Côté und Petersen hat der Coach in letzter Zeit auch mal mehr Schatten als Licht gesehen. 

Vor allem Chet Pickard hatte sich ein Lob verdient. Der Deutsch-Kanadier, den auch eine kleine Verletzung zurückgeworfen hat, war jüngst nur zweite Wahl. Nach zuletzt guten Trainingseindrücken brachte Pasanen ihn dennoch gegen den direkten Konkurrenten und wurde belohnt. „Ich freue mich, dass ich ein gutes Spiel machen konnte. Mein letzter persönlicher Sieg in einem Ligaspiel liegt schon länger zurück, aber die Jungs haben mir sehr geholfen, wieder zurückzufinden“, so Pickard. 

Gesehen haben diese Leistung gegen den Angstgegner nicht nur die Fans in der erneut ausverkauften Eissporthalle am Seilersee, sondern auch zahlreiche Prominente, die am Dienstag vor Ort waren. So war nicht nur „The Voice“-Moderator Tore Schölermann, ein gebürtiger Iserlohner, zu Gast, sondern auch Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey Bundes (DEB). Der betonte, er gönne den Roosters ihren Erfolg: „Der Klub beweist, dass man auch mit einem geringen Etat Erfolg haben kann, wenn man solide arbeitet.“

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