Roosters mit personellen Vorteilen nach Hamburg

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Nach dem Gastspiel in Hamburg empfangen die Roosters am Sonntag dem amtierenden Meister aus Mannheim.

Iserlohn - „In Hamburg sagt man Tschüß und auf Wiedersehen“: Heidi Kabels Volkslied dürfte den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch immer in den Ohren klingen, wenn sie an die vergangenen Matches in der Hansestadt gegen die Freezers zurückdenken. Am Freitag (19.30 Uhr) sind die Sauerländer wieder zu Gast in Hamburg.

Laut vernehmbar schallte nach fünf von sechs Auswärtspartien dieser Refrain durch die ehemalige O2-World, die seit Beginn dieser Spielzeit Barclaycard-Arena heißt. Fünf von sechs Spielen hat das Team vom Seilersee verloren, zuletzt eine herbe 4:9-Schlappe kassiert, weil man gegen die großgewachsene Mannschaft der „Kühlschränke“ auf fremdem Eis immer wieder seine Probleme hatte. Zur Erinnerung: Das erste Match dieser Spielzeit haben die Blau-Weißen in eigener Halle mit 3:2 gewonnen.

Personell gehen die Iserlohner mit deutlichem Vorteil ins Match, fehlen den Hanseaten doch insgesamt sieben wichtige Stammspieler verletzungsbedingt: Kotschnew (Adduktoren), Caron (Bandscheibe), die beiden Festerling-Brüder (Handgelenk und Leiste), Krämmer (Schulter), Wolf (Muskelfaserriss) und Hafenrichter (Innenband). Das ist trotz der Größe des Hamburger Kaders eine Bürde.

Trotzdem gewann die Mannschaft am Dienstag gegen die Schwenninger Wild Wings mit 3:2, hat damit aber auch eine englische Woche und ist vielleicht nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte. „Wenn wir in Hamburg gewinnen wollen, müssen wir sehr hart arbeiten und läuferisch gegen die großgewachsene Mannschaft alles geben“, erläutert Verteidiger Dieter Orendorz. Genau dieser Plan ist zuletzt am Seilersee aufgegangen.

Fehlen wird bei den Waldstädtern nur Brad Ross. Der Deutsch-Kanadier ist in dieser Woche vom Disziplinar-Ausschuss der DEL für die beiden Wochenendpartien gesperrt worden. Grund ist ein Stockstich vom letzten Sonntag gegen den Schwenninger Goalie MacDonald.

„Die Strafe gegen Ross ist gerechtfertigt, das ist Fakt. Ich bin allerdings überrascht, dass MacDonald nur für ein Spiel mehr gesperrt ist, schließlich hat er angefangen, hat ebenfalls einen Stockstich ausgeführt und mit der Stockhand geschlagen. Dafür könnte man auch mehr geben“, so IEC-Trainer Jari Pasanen.

Für Ross wird Chris Connolly Doppelschichten fahren, den Pasanen nach einem Wochenende aus der Reihe mit York und Dupont herausnimmt, dafür Cody Sylvester zum Einsatz bringt. „Chris ist unser fittester Stürmer, er wird das läuferisch hinbekommen“, so der Finne weiter. Connolly selbst freut sich: „Ich weiß, dass ich die Kraft habe. Wichtig aber ist, dass wir die Wechsel relativ kurz halten, damit eine solche Situation passt.“ Im Tor steht in Hamburg Chet Pickard, gegen die Adler Mannheim am Sonntag (17.45 Uhr, Seilersee) setzt Pasanen auf Mathias Lange.

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