Roosters suchen Ersatz für schwer verletzten Wruck

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Iserlohn - Schwerer verletzungsbedingter Rückschlag für die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Die Saison von Stürmer Dylan Wruck ist mit großer Wahrscheinlichkeit beendet, vielleicht sogar seine Karriere.

Der DEL-Rookie des vergangenen Jahres kugelte sich bekanntlich im Auswärtsspiel am Sonntag in Wolfsburg die Schulter aus, brach die Partie sofort ab. Nach und nach sind die Folgen dieses Unglückes absehbar.

Schon unter normalen Umständen hätte eine solche Verletzung länger andauernde Konsequenzen für den Spieler. Zwar ist die Schulter unter großen Schmerzen wieder ins Gelenk einsetzbar, die Frage ist allerdings, welchen Schaden das Gelenk und die es umgebenden Bänder davontragen.

Da Wruck an gleicher Stelle erst vor zwei Jahren eine schwere Blessur hatte, ist die Situation umso bedrohlicher. „Man musste schon damals den kompletten Bereich neu herstellen, mit vielen Häkchen arbeiten und fast alles neu befestigen – jetzt ist alles wieder abgerissen“, erläutert IEC-Cheftrainer Jari Pasanen.

Schon damals, 2013/2014, in Wrucks erstem Profijahr, musste der technisch starke Stürmer fast eine gesamte Saison pausieren, wechselte dann an den Seilersee. „Ich glaube, er wusste schon am Sonntagabend, was ihm bevorstehen könnte“, so Pasanen weiter. Noch am Abend der Partie war Wruck vorab nach Iserlohn gebracht worden, wurde untersucht. Am Montagnachmittag hatten die Mannschaftsärzte dann die letzten Ergebnisse im Detail vorliegen.

Zur Untersuchung nach Heidelberg

Saison wohl beendet: Stürmer Dylan Wruck.

„Wir haben jetzt vorgeschlagen, einen Spezialisten in Heidelberg aufzusuchen und freuen uns, dass Dylan schon am Donnerstag dort einen Termin bekommen hat“, betont Manager Karsten Mende. Erst, wenn weitere Untersuchungen durchgeführt worden sind, wird abschließend zu beurteilen sein, wie lange Wruck ausfallen oder ob er überhaupt noch einmal aufs Eis zurückkehren kann. „Wir alle sind in Gedanken bei Dylan und drücken ihm persönlich, aber auch uns die Daumen“, so Mende.

Suche nach einer Alternative

Schon jetzt hat der Manager sich auf die Suche nach einem Ersatzmann gemacht, denn Wruck wird monatelang fehlen. „Einen deutschen Spieler mit seinen Qualitäten wird man so einfach nicht finden, deshalb konzentrieren wir uns auf den ausländischen Spielermarkt“, so der ehemalige Nationalspieler. Mögliche Kandidaten sind ins Auge gefasst. „Wir werden uns allerdings nicht unter Druck setzen lassen, an diesem Wochenende wird Marcel Kahle den Platz von Wruck neben Sylvester und Ross einnehmen.“

Entwarnung bei Lange und Petersen

Entwarnung gab es dagegen bei Mathias Lange und Nick Petersen. Beide haben in Wolfsburg lediglich Prellungen davongetragen, werden wohl schon am Freitag wieder im Kader stehen.

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