Nur ein Stau kann die Roosters stoppen

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Die Siege gegen Hamburg und Wolfsburg spülten die Roosters in Tabellenregionen, die nicht möglich schienen.

Iserlohn - Die Rückfahrt war eine Tortur. Zwanzig Kilometer Stau rund um Hannover machten es den Iserlohn Roosters bei der Rückkehr vom Auswärtsspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Grizzlys Wolfsburg schwer, die hart erarbeiteten Wochenenderfolge gegen die Niedersachsen und am Freitag gegen Hamburg wirklich zu genießen.

Statt früh am Abend daheim das entscheidende Fußball-Länderspiel der deutschen Nationalelf oder American Football zu schauen, dauerte die Rückfahrt aus Niedersachsen bis tief in die Nacht. Das hatte das Team vom Seilersee im Gegensatz zu den sechs Punkten nach Siegen gegen Hamburg und Wolfsburg nicht verdient. Der Rückreiseverkehr nach einer Woche Herbstferien in NRW fragte aber nicht danach.

Die Zufriedenheit an Bord des Teambusses aber war riesengroß, insbesondere bei Cheftrainer Jari Pasanen. „Die Jungs haben unglaublich hart gearbeitet für diese beiden Erfolge“, sagte der Finne. Vielleicht aber noch wichtiger als die momentane Nähe zur Tabellenspitze wirkt der Entwicklungsschritt, den das Team machte. Vieles von dem, was am vergangenen Wochenende passierte, erinnerte an die erfolgreichen Tage der vergangenen beiden Spielzeiten. Das Team agierte unglaublich fair, kassierte gegen Hamburg null Strafminuten und in Wolfsburg weniger als der Gastgeber.

Bemerkenswert war die Defensivleistung, genauso wie der disziplinierte Offensivansatz. Besonders aber beeindruckte Pasanen das Kollektiv an sich: „Sie haben erkannt, wie hart wir arbeiten müssen, um erfolgreich zu sein – und das haben sie getan.“ Nach dem intensiven Freitagsspiel gegen die Freezers war der Finne noch ein wenig besorgt, ob seine Mannschaft zwei Partien dieser Couleur aufs Eis bringen könnte. Die Antwort haben alle gesehen. „Wir werden, je länger die Saison dauert, unsere Fitness ausspielen und in vielen Partien nutzen können“, so Pasanen vor ein paar Wochen. Er scheint Recht zu behalten.

Im Detail hat der Tausch von Wruck und Friedrich zwei Reihen belegt und insbesondere die Formation mit Ross und den von Spieltag zu Spieltag stärker werdenden Sylvester immer besser gemacht. „Cody scheint seine Schulterprobleme im Griff zu haben, er kann voll durchziehen und ist auf dem Weg, den wir uns gewünscht haben“, sagt der IEC-Coach.

Wie gravierend die Verletzungen sind, die die Roosters in Wolfsburg erlitten, bleibt abzuwarten. Wrucks ausgekugelte Schulter dürfte allerdings das größte Problem werden. Nick Petersen, der wohl eine Rippenprellung erlitten hat und der geprellte Arm von Mathias Lange dürften nicht zu längeren Ausfallzeiten führen.

Tabellentechnisch sind die Sauerländer derzeit in Regionen unterwegs, die nicht möglich schienen. Ob es nur eine Momentaufnahme ist oder Dauerzustand wird, hat die Mannschaft selbst in der Hand. Wenn sie so weiterarbeitet, kann sie jeden Gegner, gegen den sie bislang auf dem Eis stand, wieder schlagen.

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