DEL-Playoffs

IEC bangt vor Spiel vier um Lange und Petersen

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Möglichst oft wollen die Iserlohn Roosters heute im zweiten Heimspiel der Viertelfinal-Serie für Unruhe rund um das Ingolstädter Gehäuse sorgen.

Iserlohn - Es war ein unscheinbarer Moment, ärgerlich aus Sicht der Iserlohn Roosters wegen des Gegentores zum 1:2 - allerdings doppelt schlimm wegen einer möglicherweise schwerwiegenden Verletzung von Torhüter Mathias Lange. Der österreichische Nationalkeeper blieb im dritten Viertelfinalspiel der DEL-Playoffs gegen den ERC Ingolstadt auf dem Eis liegen, nicht des Ärgers, sondern der Schmerzen rund ums eigene Knie wegen.

Erst versuchte er weiter zu spielen. Als die Roosters dann kurz danach mit zwei Spielern weniger in Unterzahl auf dem Eis standen, entschied sich Lange, doch in die Kabine zu gehen. Daniar Dshunussow kam zwischen die Pfosten, muss eventuell auch am Dienstag im zweiten Heimspiel (19.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee) das IEC-Tor hüten.

Eine genaue Untersuchung Langes stand am Montag noch aus, das Knie des Goalies war jedoch bandagiert – Einsatz in Spiel vier ungewiss. Wann der angeschlagene Nick Petersen in den Kader der Sauerländer zurückkehren kann, ist ebenfalls offen.

Hätte Petersen in Ingolstadt gespielt, die Roosters hätten aus ihren Möglichkeiten vielleicht ein zweites Tor gemacht. So liegen sie in der Serie gegen die Panther mit 1:2 hinten. „Wir haben zwei sehr solide Spiele gemacht, richtig gute 40 Minuten in Ingolstadt gehabt, aber uns am Ende nicht dafür belohnt“, sagt ein enttäuschter Cheftrainer Jari Pasanen.

Positiv bleibt nach diesem Wochenende festzuhalten, dass die Qualität des IEC grundsätzlich ausreichen könnte, dem amtierenden Deutschen Meister ein Bein zu stellen – zumindest dann, wenn die Roosters ihre gelegentlichen Aussetzer abstellen. Sullivan am Mittwoch, Lavallée am Freitag, Sonntag Button, einmal pro Spiel nimmt sich einer der Jungs vom Seilersee eine gedankliche Auszeit .

Nachträgliche Konsequenzen könnte übrigens das erste Playoff-Heimspiel am Seilersee für den Club noch haben. Insgesamt soll die Deutsche Eishockey Liga gleich drei Ermittlungsverfahren gegen die Sauerländer beziehungsweise ihre Fans eingeleitet haben. Das erste betrifft das Konfettiwerfen zu Spielbeginn, die Verfahren zwei und drei richten sich gegen die Bierduschen, die sich einige Sitzplatzbesucher gegen die Ingolstädter Mannschaftsbank und einen Mitarbeiter eines TV-Senders erlaubt hatten.

Ob es über Geldstrafen hinaus Konsequenzen geben wird, ist nicht auszuschließen. Zahlreiche Fans der Roosters wurden vom Sicherheitsdienst der Halle verwiesen, vorher wurden die Personalien aufgenommen. Die Roosters erwägen, Schadensersatzansprüche geltend zu machen. Die obszönen Gesten des Ingolstädter Verteidigers Patrik Köppchen, der nach Aussagen von Zuschauern Besucher hinter der Ingolstädter Bank beleidigt hat, scheinen dagegen nicht zu einem weiteren Verfahren geführt zu haben. - Von Mirko Heintz

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