Vor Playoff-Spiel in Ingolstadt

Roosters wollen auswärts an Spiel vier anknüpfen

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Wird am Freitag in Spiel fünf erneut zwischen den Pfosten stehen: Roosters-Keeper Daniar Dshunussow.

Iserlohn - „Auf dem Fußball-Platz macht Jonas Liwing keiner etwas vor“, sagt Dieter Orendorz mit einem breiten Lächeln. Die Erinnerung ist dem jungen Roosters-Verteidiger noch im Gedächtnis. Mittwoch verzichtete der Tross des IEC auf harte Arbeit auf dem Eis, spielte nach dem 5:0-Sieg am Abend zuvor gegen den ERC Ingolstadt gemeinsam Fußball auf dem Seilersee-Sportplatz.

Von Mirko Heintz

„Der Spaß stand eindeutig im Vordergrund“, betont auch Jari Pasanen, der seine Jungs nur allzu gern für einen Tag von der Leine ließ: „Das hatten sie sich verdient.“

Ohnehin kommt es in diesen Tagen nach Meinung des Chefcoaches auf jeden Moment der Vorbereitung an. Fehler können Spiele kosten, davon ist der Cheftrainer überzeugt. Vielleicht erinnert er sich nur zu gut an Spiel vier und an die Ingolstädter Leistungsfähigkeit. „Ich glaube nicht, dass die Mannschaft nicht genug Kraft hatte, ich glaube, dass es in der Vorbereitung vielleicht eine Nuance gegeben haben könnte, die sie in der Trainingssteuerung, anders als in den Spielen zuvor, nicht so perfekt gemacht haben“, mutmaßt Pasanen.

Passieren kann in dieser Hinsicht eine Menge, dass musste er vor dem jüngsten Training in Iserlohn am eigenen Leib erkennen. „Unsere Muskeln waren noch nicht wieder freigelaufen, ich musste also eine völlig andere Trainingsintensität wählen als geplant, wir standen deshalb deutlich länger auf dem Eis, um die Herzen wirklich in Bewegung zu bringen.“

Taktisch muss er gar nicht mehr so viel tun, will die Köpfe seiner Spieler nicht mit zu viel Information belasten. „Wir haben unser System am Dienstag so hervorragend umgesetzt, dass es eine Freude war zuzuschauen.“ Die fast logische Folge: Spielt seine Mannschaft am Freitagabend ab 19.30 Uhr in Ingolstadt so, wie sie es am Dienstag getan hat, dann wird man eine große Chance haben, Spiel fünf für sich zu entscheiden.

Vor dem Job steht die Reise – und auch die wird die Sauerländer wieder Kraft kosten. Sieben, acht Stunden im Bus, hinzu kommt, dass die Sauerländer in der Nacht in einem Hotel und damit in einem fremden Bett schlafen müssen. „Natürlich merkt man das, man wacht öfter auf, hat nicht so einen tiefen Schlaf“, erklärt Marko Friedrich. Zum dritten Mal binnen zehn Tagen gilt es auch diese zusätzliche Anspannung jetzt hinter sich zu bringen.

Sportlich reisen die Roosters ohne Mathias Lange und Nick Petersen nach Ingolstadt. Im Tor steht am Abend Daniar Dshunussow. Der Back-Up fühlt sich gut vorbereitet für das nächste Spiel: „Die Jungs haben mir unglaublich geholfen, zu Null zu spielen, das ist auch ihr Verdienst gewesen. Wenn wir es ähnlich machen, haben wir eine gute Chance.“ Weitere Veränderungen sind nicht geplant.

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