Trainer Pasanen ist nicht zufrieden

Neue Reihen der Iserlohn Roosters funktionieren

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Kollektive Freude gab es am Freitag bei den Roosters-Spielern, am Sonntag folgte dann ein wenig Ernüchterung.

Iserlohn -  Irgendwie war es kein unbekanntes Gefühl. Die Kabine in Schwenningen – betretene Gesichter. Dabei hätte das Wochenende fast so schön enden können, wie es begonnen hat. Die 3:4-Niederlage nach Verlängerung im Schwarzwald hatten die Iserlohn Roosters nicht eingeplant und machte Cheftrainer Jari Pasanen ärgerlich, obwohl sein Team einen 0:3-Rückstand zwischenzeitlich wieder egalisiert hatte.

„Unsere Ansprüche sind gestiegen, deshalb können wir mit vier Punkten und diesem Wochenende nicht vollkommen zufrieden sein.“

Fakt ist, diese Form des Klagens zeigt das hohe Niveau, auf dem die Sauerländer sich derzeit befinden, aber auch, was die Probleme des Teams sind, wenn es sie gibt. Gegen hart arbeitende, auf Körper gehende Mannschaften haben die Blau-Weißen ihre Schwierigkeiten, bringen ihr Spiel nicht vollkommen aufs Eis, haben dann auch regelmäßig ein kleines Defizit mit der Kaltschnäuzigkeit im Abschluss.

Am Freitag dagegen, gegen eine Straubinger Mannschaft, die diese Attribute theoretisch ebenfalls in der Lage ist, aufs Eis zu bringen, war das beim 6:2-Erfolg anders. „Die Tigers haben überraschend körperlos gespielt, das hat uns ohne Zweifel in die Karten gespielt. Wenn wir es dann noch schaffen, so ins Laufen zu kommen, wird es für jeden Gegner schwierig“, erklärt Manager Karsten Mende. All das bleibt Kritik auf ganz hohem Niveau. Die Roosters aber haben ihr Spiel verbessert, stehen weiterhin als Zweiter oben in der Tabelle, sind plötzlich nicht mehr Jäger, sondern Gejagte.

Bemerkenswert erfolgreich war die von Pasanen vorgenommene Reihenumstellung. In beiden Wochenendspielen waren die neuen Kombinationen deutlich effektiver, auch wenn in Schwenningen die Treffer auf sich warten ließen. Insbesondere Bassen, Petersen und Ross zauberten gegen Straubing nach Belieben. Friedrich, Blank und Sylvester erzwangen bei den Gegnern Fehler auf Fehler, und auch York scheint sich mit den systemtreuen Dupont und Connolly besser zu fühlen.

„Bei uns hat es sofort ‘Klick’ gemacht und auch die anderen Reihen haben vom Umstellen profitiert“, erklärt Chad Bassen. Sein Manager erkennt in der Tatsache, dass Pasanen die Entscheidung zur Neuzusammenstellung traf, bevor es echte Probleme gibt, das taktische Geschick seiner Coaches. „Jari und Jamie machen insgesamt einen hervorragenden Job. Das gilt für die Trainingssteuerung, aber auch die Planungen insgesamt.“

Der Manager warnt dennoch davor, die Situation zu positiv zu betrachten. „Wir haben noch nichts erreicht und müssen noch sehr viel arbeiten, um unseren Weg in die Playoffs zu finden, deshalb dürfen wir nichts auf die leichte Schulter nehmen, sondern müssen weiter konzentriert und sehr hart arbeiten.“

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