Torhüter im Blickpunkt

Roosters bei Friedrichs Tor-Debüt sieglos

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Alex Foster und den Iserlohn Roosters gelang gegen die Top-Teams aus München und Mannheim kein Sieg.

Iserlohn - Es war kein einfaches Wochenende für Marko Friedrich. Der Rookie der Iserlohn Roosters verbuchte in den Partien gegen die Topteams aus München und Mannheim seine ersten beiden Treffer in der DEL. Damit erfüllt sich ein lang gehegter Traum. Freuen durfte er sich am Ende trotzdem nicht.

Das ist nach der 1:8-Pleite gegen die Redbulls und der doch ärgerlichen Heimniederlage gegen den Tabellenführer eher negativ, auch, wenn man nicht unbedingt mit mehr Erfolgserlebnissen rechnen konnte.

"Ein Traum ist in Erfüllung gegangen"

„Was soll ich sagen, für mich persönlich ist am Freitag ein Traum in Erfüllung gegangen, aber ich hätte das Tor gern zurückgegeben, wenn die Mannschaft einen Sieg mit nach Hause genommen hätte“, betonte Friedrich. Gegönnt hat ihm seinen ersten Treffer dennoch jeder in der Mannschaft. „Marko hat sich weiter gesteigert, schießt jetzt sogar die ersten so wichtigen Tore – und die hat er sich durch und durch verdient“, so Cheftrainer Jari Pasanen.

Roosters im letzten Drittel merklich müde

Besonders froh war Friedrich auch deshalb, weil sein erstes Tor nicht nur unter den Augen der Familie fiel, sondern vor allem auch am Geburtstag von Vater Ondrich, der selbst lange in Nürnberg erfolgreich Eishockey gespielt hat. Der Sonntagstreffer gegen die Adler aus Mannheim hatte nicht ganz die gleiche Bedeutung, hätte aber noch intensiver zum Sieg beitragen können, wäre die geschwächte Mannschaft der Roosters im letzten Drittel nicht merklich müde geworden. So reichte, wie schon in Mannheim, ein 3:1-Vorsprung nicht, um das letzte Drittel zu überstehen.

Lange hat seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert

Dass man sich überhaupt in eine solch komfortable Ausgangssituation gebracht hat, war in erster Linie der medizinischen Abteilung zu verdanken. Einer der größten Problemfälle hieß Mathias Lange. Der Keeper, der am Samstagnachmittag seinen Vertrag am Seilersee um zwei Jahre verlängert hat, musste in München nach 40 Minuten vom Eis.

Dshunussow erstmals wieder auf der Bank

Details der Verletzung wollten die Sauerländer nicht bekannt geben, doch schien es so gefährlich, dass sogar Rekonvaleszent Daniar Dshunussow noch am Freitagabend von Manager Karsten Mende in Alarmbereitschaft versetzt worden ist und am Sonntag erstmals seit seiner Bandscheiben-OP auf der Bank saß. „Ich fühle mich hundertprozentig fit, hätte spielen können“, so der ehemalige Wolfsburger.

Thomas Ower, in München für Lange im letzten Drittel eingesetzt, musste auf die Tribüne, hatte gegen die Roten Bullen sichtlich Probleme, aber auch seit Monaten keine Spielpraxis.

Torhütertrainer diese Woche am Seilersee

„Es war nicht einfach für ihn, aber wir brauchen einen starken zweiten Torhüter“, so Pasanen. In dieser Woche ist der finnische Torhütertrainer zu Gast am Seilersee, wird mit allen Goalies arbeiten. Anschließend weiß man, ob Dshunussow so fit spielen kann, dass keine ausländische Alternative zur Sicherheit für Lange mehr verpflichtet werden muss.

Doch der Deutsch-Österreicher war nicht der einzige Problemfall. Auch Teubert, Lavallée und Sullivan waren angeschlagen, bissen sich aber durch. - von Mirko Heintz

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