Iserlohn Roosters erleben gegen Hamburg ein Déjà-vu

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Gewühl vor dem Iserlohner Tor wie in dieser Szene blieb am Dienstag gegen die Hamburg Freezers die Ausnahme. Und wenn die Hanseaten doch einmal gefährlich wurden, waren Goalie Mathias Lange und Co. meist zur Stelle.

Iserlohn - Es ist nicht so, als würde es nicht gehen: Die Iserlohn Roosters sind in der Lage, aus eigener Kraft die Topteams der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zu schlagen. Die Partie am Dienstag gegen die Hamburg Freezers (4:1) war ein Beispiel dafür. Zugleich ist Hamburg ein Déjà-vu.

Besinnt man sich zurück zum Jahresbeginn, dann gab es mehr dieser Spiele, die die Iserlohn Roosters nach einem verkorksten Jahr 2013 bis in die Playoffs katapultiert haben. Herausragend defensiv, gelassen abwartend, den Gegner früh attackierend, präsentierte sich der IEC – damals wie heute. Bemerkenswert ist, dass das am vergangenen Wochenende sogar zweimal gelang: einmal mit nervösen Abstrichen gegen Schwenningen, definitiv aber gegen die Freezers.

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Roosters - Hamburg 4:1 / Pasanen-Team ringt Freezers nieder

„Wir haben auch noch ein ganz klein wenig an der taktischen Ausrichtung gefeilt, uns ganz besonders auf die ersten Minuten der Partie konzentriert“, so Cheftrainer Jari Pasanen. Den Rest so sagt er, habe die Mannschaft ganz allein erledigt.

Was der Cheftrainer verschweigt, ist, dass auch die Neuzusammenstellung der einzelnen Angriffsformationen zur Entwicklung des Spiels beigetragen hat. Dass die Reihe mit Bassen, Connolly und Blank einen Schub erlebt, war schon am Wochenende bekannt. Jetzt überrascht auch die Formation mit York, Petersen und Wruck. Gerade Petersen und York, vor einigen Wochen aufgrund zu geringer Torgefahr getrennt, haben den Sieg gegen die Freezers erst möglich gemacht.

Drei Treffer von Torjäger Petersen, einer vom Deutsch-Kanadier Wruck, der in allen drei Partien dieser englischen Woche ein Tor verbucht hat, das ist bemerkenswert. „Nick ist ohnehin ein Goalgetter, aber ich glaube, dass wir vor allem an Dylan Wruck noch viel Freude haben werden. Er kommt aus der Juniorenliga, war ein Jahr verletzt und lernt wirklich von Woche zu Woche immer noch dazu“, betont Pasanen.

Auch die Leistungssteigerung Yorks ist bemerkenswert. Er scheint von Spiel zu Spiel an Geschwindigkeit zu gewinnen, was ihn läuferisch in die Position bringt, die Torgefahr für den gegnerischen Kasten auslöst.

Bleibt nur die Frage, ob Pasanen, jetzt seine Formationen für die heiße Saisonphase gefunden hat. Es wäre gut, wenn sich die neuen Reihen einspielen könnten. Im vergangenen Jahr gelang der Durchbruch am 28. Dezember. Mal schauen, wann das neu zusammengestellte Team der Sauerländer Spiele wie das gegen Hamburg in regelmäßiger Folge abrufen kann. - Von Mirko Heintz

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