Sonntag kommt Schwenningen

Roosters reisen zum Favoriten nach München

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Zuletzt trugen die Roosters, die am Freitag in München gastieren, die umstrittenen orangefarbenen Trikots.

Iserlohn - Für die Iserlohn Roosters geht es in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag (19.30 Uhr) mit dem schweren Auswärtsspiel beim ambitionierten EHC Red Bull München weiter, ehe am Sonntag (16.30 Uhr) Schwenningen in der Eissporthalle am Seilersee zu Gast ist. Entwarnung gibt es derweil in der Personalie Michel Périard.

Kein Gips, keine Manschette, kein Bluterguss. Michel Périard grinst. Das hat er in dieser Woche nicht immer getan. Nachdem ein Puck nach einem harten Mannheimer Schlagschuss ihn am vergangenen Sonntag am Arm traf, war die Sorge bei ihm, aber vor allem auch bei den Teamverantwortlichen der Iserlohn Roosters groß.

Man befürchtete einen Bruch – und sechs bis acht Wochen Pause. Die ersten Röntgenaufnahmen bestätigten das. Nach einem MRT in dieser Woche folgte die Entwarnung: „Nur eine starke Prellung, Glück gehabt. Wann ich wieder spielen kann, ist trotzdem noch offen“, sagt der Franko-Kanadier selbst. An diesem Wochenende wird es wohl nichts, soll es auch nicht, so Trainer Jari Pasanen: „Wir müssen erstmal schauen, wie es sich unter Belastung im Training verhält, dann schauen wir weiter, aber ich würde gern vorsichtig sein.“

Vorsicht mag der Finne auch bei Chad Bassen walten lassen. Deshalb wird der Mittelstürmer an diesem Wochenende nicht zum Einsatz kommen, weder am Freitag ab 19.30 Uhr beim Auswärtsspiel beim EHC Red Bull München, noch am Sonntag daheim gegen Schwenningen (16.30 Uhr, Eissporthalle am Seilersee). „Bei ihm gehen wir allerdings davon aus, dass er spätestens am Dienstag in den Trainingsbetrieb einsteigen kann“, so Pasanen. Weitere Veränderungen im Team sind nicht geplant. Friedrich nimmt die Position Bassens ein, Kahle spielt mit Sylvester und Ross. Orendorz soll auf der Position des angeschlagenen Périard spielen.

Unterschiedlicher als in den kommenden Tagen könnten für die Mannschaft selbst die Herausforderungen nicht sein. In München wartet der Gegner mit dem höchsten Etat der Liga, der Verein mit dem größten und vermeintlich besten Kader, die Mannschaft, die den Sauerländer im November der vergangenen Saison die höchste Niederlage beschert hat (1:8).

Mit Yannic Seidenberg (Beinverletzung), Frank Mauer (Oberkörper) und Jéròme Samson fallen gleich drei Leistungsträger der Bayern verletzungsbedingt aus, die anderswo eine große Lücke reißen würden – nicht so in München. Einer der derzeit besten EHC-Akteure ist ein ehemaliger Rooster, Michael Wolf: „Wir haben zu Beginn der Woche ein bisschen geplaudert, Michi und ich, haben uns gegenseitig zu unseren Erfolgen gratuliert“, berichtet Pasanen. Bislang hat der Kapitän der roten Bullen in sechs Spielen vier Tore selbst geschossen, zwei weitere vorbereitet.

Im Olympia-Eisstadion wird beim IEC Chet Picard zwischen den Pfosten sehen. Sonntag gegen Schwenningen, den aktuell Tabellenletzten, wird es Mathias Lange sein. Die Arbeitsteilung der Vorbereitung wird also fortgesetzt. Die Schwarzwälder gelten, zumindest auswärts, als einer der Angstgegner der Roosters. Daheim ist die Serie der Iserlohner hervorragend. Nur zwei von zehn Partie konnten die Schwenninger am Seilersee für sich entscheiden.

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