Jares fehlt acht Wochen

Roosters zeigen gegen Schwenningen Charakter

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Die Richtung stimmt: Trotz aller Probleme läuft es derzeit bei den Iserlohn Roosters (hier Chad Bassen, links) exzellent.

Iserlohn - Siegeswille kann Berge versetzen. Wer es nicht glaubt, darf sich am vergangenen Eishockeywochenende der Iserlohn Roosters ein Beispiel nehmen. Zwei Spiele, zwei schwierige Situationen, zwei Siege. Insgesamt sechs Punkte verbuchen die Sauerländer gegen Meisterschaftsmitfavorit Köln und die Überraschungsmannschaft aus Schwenningen.

„Es ist einfach toll, wie sehr diese Mannschaft trotz eines Rückstandes immer wieder bereit ist, sich in eine Partie zurückzukämpfen“, sagte Cheftrainer Jari Pasanen. Der Finne ist stolz auf seine Mannschaft, die trotz aller verletzungs- oder krankheitsbedingten Rückschläge schon 15 Punkte und Platz vier der DEL-Tabelle erkämpft hat.

Dabei sind die Rahmenbedingungen denkbar schlecht. Nach Sean Sullivan wird in den kommenden acht Wochen auch Verteidiger Richard Jares nicht zur Verfügung stehen. Der Tscheche verletzte sich am Donnerstag in Köln, als ein Gegenspieler auf sein Knie fiel. „Es ist kein Kreuzbandriss, das Innenband aber ist so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass Richard erstmal pausieren muss“, sagt Pasanen.

„Ich bin froh, dass es nichts Schlimmeres ist, die ersten Tests waren alles andere als gut“, betont Jares, der am Wochenende schon wieder lachen konnte. Gute Nachrichten gab es auch im Fall Mike York. „Ich gehe davon aus, dass er spätestens am Dienstag wieder mit dem Training beginnen kann, ob er dann am Wochenende wieder einsatzbereit ist, müssen wir abwarten“, sagt Pasanen. Zumindest ein wichtiger Spieler würde damit in den Kader zurückkehren, was insbesondere auch dem Powerplay gut tun könnte.

Dass die Mannschaft dennoch zwei Siege gefeiert hat, führt Rekordspieler Collin Danielsmeier auf den Charakter der Mannschaft zurück. „Wir spielen für jeden einzelnen der verletzten Jungs und versuchen, die Lücken zu schließen, die entstehen.“ Schon jetzt erinnert die aktuelle Roosters-Mannschaft an die des vergangenen Jahres, die ebenfalls drei schwere Verletzungen, die von York, Wolf und Jares zu kompensieren wusste.

„Einziges Problem sind nur die Kraftreserven. Die sind jetzt noch kein Problem, vielleicht fehlen uns die Körner aber irgendwann später in der Saison.“ Das befürchtet Jari Pasanen insgeheim vielleicht auch, sagt es aber nicht öffentlich. „Ich arbeite mit den Spielern, die ich habe und versuche diese Jungs so gut wie möglich auf jedes einzelne Match vorzubereiten – das ist meine Aufgabe.“ Ob die Roosters noch einmal personell nachlegen, ist derzeit offen.

Sportlich gibt es trotz der Erfolge dennoch Kritikpunkte, die der Trainer in der kommenden Woche ansprechen wird. „Insgesamt aber ist die Entwicklung positiv. Die Mannschaft versteht immer mehr, was wir umsetzen wollen und schafft es immer besser. Da gibt es kaum etwas zu meckern.“ - von Mirko Heintz

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