DEL: Adler - Iserlohn 2:1 n. V.

Roosters unterliegen Mannheim per Penalty in der Verlängerung

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Die Iserlohn Roosters um Louie Caporusso (rechts) zwangen den amtierenden Deutschen Meister aus Mannheim in die Verlängerung und sicherten sich damit bei der 1:2-Niederlage immerhin einen Punkt.

Iserlohn - Mit Jaspers und Caporusso im Kader und Cheftrainer Jari Pasanen auf der Bank sicherten sich die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag einen wichtigen Punkt in Mannheim. Nach einem temporeichen Match unterlagen die Waldstädter in der Verlängerung mit 1:2.

Hätten die Roosters vor dem Tor der Adler und aus der eigenen Defensiv-Zone etwas konsequenter gespielt, es wäre ein herausragendes erstes Drittel der Gäste gewesen. Schon in den ersten drei Minuten hatten die Sauerländer vier glänzende Chancen, die beste durch Petersen, der nach 98 Sekunden an Dennis Endras scheiterte. Anschließend legte der Meister die eigene Nervosität ab, präsentierte sich souveräner, kreierte aber wenige Chancen.

So entwickelten nur die Schlussminuten noch einmal echte Spannung und je eine hochkarätige Torchance auf beiden Seiten. Bassen aber scheiterte nach einem genialen Pass von Ross an Endras, der mit dem Schoner Sieger blieb. Eine Minute später hätte Hecht bei einer 1:0-Situation die Mannheimer Führung erzielen können.

Ein 0:0 entsprach nicht den Erwartungen der Adler. Deshalb kam die Steigerung des Tabellensiebten im Mittelabschnitt nicht unerwartet. 14 Minuten lang schnürten die Gastgeber den IEC in der eigenen Zone ein, doch das Pasanen-Team hielt dagegen. Mannheims beste Chance: Ein Lattenkracher von Ex-Rooster Raedeke acht Minuten vor der zweiten Sirene.

Anschließend ließen die Kräfte der Badener sichtlich nach. Immer öfter erarbeiteten sich die Roosters Möglichkeiten und belohnten sich. 33 Sekunden vor Ende leitete Blank einen weiteren Iserlohner Angriff ein, York passte auf Petersen, der die Scheibe ins rechte untere Eck legte – 0:1 (40.).

Über diese Führung durften sich die Blau-Weißen im Schlussdrittel nicht allzu lange freuen. Nur 133 Sekunden waren gespielt, als Pickard einen Schuss parierte, der Rebound zum zweiten Mal auf Raedekes Schläger fiel, der zum 1:1-Ausgleich traf (43.). Pech für die Sauerländer im nächsten Wechsel, als Button nach einem Bassen-Zuspiel nur die Latte traf. Anschließend wieder Dauerdruck der Mannheimer, unterbrochen von einer Roosters-Druckphase – es gab Chancen auf beiden Seiten.

Mit einer Punkteteilung nach regulärer Spielzeit ging es in die Verlängerung. Nach 3:02 Minuten hob Button bei einer Chance von Hospelt das Tor aus den Angeln, die Scheibe ging über die Linie. Per Videobeweis entschieden die Unparteiischen nicht auf Tor, sondern Penalty, den Hospelt zum Siegtreffer nutzte.

Adler: Endras – Akdag, Carle; Wagner, Bittner; Richmond, Fischer, Riefers – Joudrey, Kink, Buchwieser; Hospelt, Arendt, Palausch; Metropolit, Raedeke, Rheault; Hecht, Ullmann, MacMurchy

Roosters: Pickard – Button, Teubert; Côté, Lavallée; Orendorz, Raymond – Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Ross, Sylvester; York, Blank, Petersen; Hamill, Shevyrin, Friedrich

Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Bauer (Nürnberg)

Tore: 0:1 (39:27) Petersen (York, Blank), 1:1 (42:13) Raedeke (Rheault, Richmond), 2:1 (63:02) Hospelt (PS)

Strafen: Adler: 12; Roosters: 6

Zuschauer: 13 600

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