Niederlage in München

Missglückter Start in die „Best-of-three“-Serie

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Roosters-Trainer Jari Pasanen und sein Team müssen am Mittwoch im Heimspiel unbedingt gewinnen.

MÜNCHEN -  Ein solides Match der Iserlohn Roosters zum Auftakt der Pre-Playoffs reichte nicht aus, um in der „Best-of-three“-Serie in Führung zu gehen: Die Mannschaft von Trainer Pasanen unterlag am Sonntag in der Olympiahalle beim EHC Red Bull München mit 3:5 und braucht am Mittwoch am Seilersee einen Sieg, um die Chance auf den Einzug in das Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft zu wahren.

Von Mirko Heintz

Als nach 45 Sekunden die Scheibe zum ersten Mal im Tor hinter Ersberg einschlug, war zu befürchten, dass das zehnte Playoff-Match in der Eishockeyhistorie der Iserlohn Roosters nicht den gewünschten Verlauf nehmen dürfte. Doch die Roosters schüttelten sich einmal kurz durch und kamen stark zurück: Macek bewies im Gewühl vor dem bajuwarischen Gehäuse die größte Übersicht und glich aus – 1:1 (3.). Sicherheit brachte der schnelle Ausgleich allerdings nicht ins Iserlohner Spiel. Und so waren es die Münchener, die bereits 71 Sekunden später durch Haydar das 2:1 erzielten.

Dass die Gastgeber auch nach dem Mitteldrittel in Führung lagen, hatten sich die Sauerländer aufgrund einiger schlechter Entscheidungen selbst zuzuschreiben. Der IEC hatte zwar die Kraft zur deutlichen Steigerung, war im Mitteldrittel mindestens gleichwertig, in einigen Phasen sogar optisch das bessere Team – doch mit unnötigen Strafzeiten brachten sich die Roosters selbst in die Bredouille.

EHC spielt Power-Play Qualitäten aus

Der EHC stellte seine Powerplay-Oualitäten unter Beweis: Die Mannschaft von Pierre Pagé ging nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Danielsmeier (25.) wieder in Führung, als Gödtel wegen Spielverzögerung auf der Strafbank saß. Die Münchener hatten sich zwölf Sekunden vor Ende der Hinausstellung vor das Iserlohner Tor gearbeitet: Brennan versuchte zwar noch, einen Gegenspieler aus dem Weg zu schieben, landete aber selbst auf Ersberg und behinderte den Schweden genau in dem Moment, als Urbas die Scheibe über die Linie brachte (32.). Im Schlussdrittel waren die Sauerländer bemüht, noch einmal in die Partie zurück zu kommen, doch München erstickte diese Bemühungen knapp acht Minuten nach der Startsirene des dritten Drittels im Keim: Richmond erzielte das 4:2 (48.), das die Roosters aber mit viel Kampfgeist fast postwendend beantworteten. Kopitz bugsierte die Scheibe zu Macek, der mit einem Schlenzer den Anschlusstreffer besorgte. Sertich vergab zwei Minuten später die Chance zum Ausgleich, es sollte die beste Möglichkeit für die Iserlohner bis zum Ende der Partie bleiben. Die Roosters rackerten zwar, kamen aber nicht mehr gefährlich vor den Kasten. Das Team vom Seilersee verlor den Auftakt der Pre-Playoffs und muss nun vor eigenem Publikum gewinnen, um das dritte entscheidende Spiel am Freitag in München zu erzwingen.

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