DEL-Playoffs

Verlieren ist für die Roosters verboten

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Roosters-Chefcoach Jari Pasanen setzt darauf, dass sein Team im sechsten Duell mit Hamburg befreit aufspielt.

Iserlohn - Ab 19.30 Uhr zählt am Seilersee kein Wenn und Aber mehr. Im sechsten DEL-Playoff-Viertelfinalduell müssen die Roosters am Freitagabend gegen die Hamburg Freezers gewinnen, sonst sind alle Träume ausgeträumt. Die Halle am Seilersee ist laut Roosters-Geschäftsstelle restlos ausverkauft.

Wer keine Karten hat und trotzdem live dabei sein will, kann entweder Radio MK hören oder Servus TV schauen.

Wenn man am Ende der Playoff-Serie der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zwischen den Hamburg Freezers und den Iserlohn Roosters über die wichtigen Augenblicke philosophieren wird, die zur Entscheidung geführt haben, dann wird der Wechsel auf der Torhüterposition eine besondere Rolle spielen.

Doch vor dem sechsten Duell der Serie am Freitagabend (19.30 Uhr) ist nicht die Zeit, über Hintergründe zu sprechen oder gar Trainer Jari Pasanen für seine Entscheidung zu kritisieren, nicht auf Nummer sicher gegangen zu sein und im Tor auf Mathias Lange gesetzt zu haben. „Nach den Playoffs kann man über alles reden, jetzt in einer Serie reden Trainer über bestimmte Dinge grundsätzlich nicht“, betont Pasanen, der sich sicher ist: Der von Roy geschossene und von Erik Ersberg nicht gehaltene Schuss hat Spiel fünf der Viertelfinalserie entschieden. „Diese Scheibe war haltbar“, so der Finne.

Wahr ist auch, dass dieser Moment mit ein wenig mehr Glück im Angriff nicht unbedingt hätte entscheiden müssen. Die Roosters hatten keine Vielzahl herausragender Torgelegenheiten in der Hansestadt, aber sie hatten ausreichend viele, um vorzeitig das Match zu entscheiden. „Kotschnew war ein wenig nervös, wir haben ihm und uns gezeigt, dass er zu überwinden ist“, so der Chefcoach.

Maceks Vorarbeit und der Pass auf Raedeke mit dem Schuss unter die Latte zeigte allen, wie es gehen könnte. Das Problem aber bleibt, dass solch zwingende Momente im Slot vor dem Tor zu selten erarbeitet werden. „Ich kann meiner Mannschaft zu keinem Zeitpunkt in der Partie einen Vorwurf machen, sie hat wirklich alles gegeben“, sagt Pasanen.

„Wir werden in der Hölle am Seilersee die Freezers schlagen und definitiv am Sonntag noch einmal nach Hamburg fahren“, so Christian Hommel. Es bleibt die Frage, wie es nach dem Nackenschlag in der fünften Partie mental um die Iserlohner bestellt ist. „Wir haben keinen Druck, dass kann den Unterschied machen“, hebt Pasanen hervor.

Wer genau im Line-Up auf bestimmten Positionen spielen wird, ist auch nach dem Training am Donnerstag zum Teil offen. Connolly sollte schon am Mittwoch spielen, es war aber noch ein bisschen zu früh. Ebenso steht ein Fragezeichen hinter Dieter Orendorz. Der bekam einen Schuss an eine ungeschützte Stelle seines Körpers und fällt möglicherweise aus. Muss Gödtel dann in der Defensive spielen, fehlt ein Stürmer für die vierte Reihe. Dann müssen einige Spieler Doppelschichten fahren und das kostet Kraft. Auch wer zwischen den Pfosten steht, ist offen. - von Mirko Heintz

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