Roosters starten in die Playoff-Serie gegen Nürnberg

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Der Sieg am 23. Februar war für die Roosters der erste gegen Nürnberg nach einer Serie von acht Partien gegen die Franken ohne Erfolgserlebnis.

Iserlohn - Trainer Jari Pasanen will nicht unbescheiden klingen, behauptet aber: Die Iserlohn Roosters gewinnen die Viertelfinal-Serie gegen die Nürnberg Ice Tigers in den DEL-Playoffs in sechs Spielen. Manager Karsten Mende gibt hingegen vor dem heutigen Auftakt (19.30 Uhr, Seilersee) den Maurer.

„Es zählt nur das nächste Spiel – auch, wenn es keiner hören will“, sagt Mende, selbst früherer Nationalspieler mit Playoff-Erfahrung. Aus Nürnberg schubst Eigner Thomas Sabo die Favoritenrolle den Sauerländern zu, und Ex-Nationalspieler Alois Schloder tönt im Boulevard, dass die Roosters aufgrund ihrer Heimstärke wohl gewinnen werden. 

Fakt ist: Drei von vier Spielen dieser Saison gegen die Franken haben die Roosters verloren, der Sieg am 23. Februar beendete eine Serie von acht sieglosen Partien in Folge. Torreich sind die Matches immer, im Durchschnitt ging der Puck sieben Mal über die Linie. Mit Patrick Reimer verfügen die Franken über den „Spieler des Jahres“ in der DEL, bei den Roosters ist die Dichte derer, die 30 Punkte und mehr gescort haben, aber höher. 

Die Iserlohner haben bislang erst eine ihrer fünf Playoff-Serien gewonnen: In den Pre-Playoffs 2014 gegen München. Aus den vier Viertelfinalserien schaffte es die Mannschaft nie eine Runde weiter, allerdings besaß der IEC dabei auch noch nie Serien-Heimrecht. Nürnberg wartet seit neun Jahren darauf, eine Viertelfinal-Runde zu überstehen. In den beiden Jahren, in denen die Ice Tigers das möglich machten, gelang der Durchmarsch ins Finale, wo der Titel aber jeweils an Mannheim ging. 

„Es ist für mich eine besondere Serie gegen viele alte Freunde, aber diese Freundschaften sind jetzt vergessen und werden erst nach Ostermontag wieder aufleben“, sagt Jason Jaspers. Der wechselte im Sommer aus Nürnberg an den Seilersee. „Wir müssen sehr fokussiert und konzentriert in die Serie gehen, das spielen, was wir auch in den letzten Wochen der Hauptrunde aufs Eis gebracht haben.“ 

Im IEC-Tor wird Mathias Lange stehen – erst einmal. „Für mich ist es kein Problem, nicht als klare Nummer eins in die Serie zu gehen. Chet und ich haben uns immer abgewechselt, das werden wir jetzt auch tun.“ 

Warum Pasanen die Entscheidung zuerst für Lange getroffen hat, erklärt der Finne mit der Erfahrung. „Mathias weiß, was ihn in dieser Partie erwartet, er weiß, wie unsere Zuschauer alles versuchen werden, uns nach vorn zu peitschen.“ Ausfälle gibt es nicht, auch wenn noch ein Spieler angeschlagen ist. Ab sofort aber ist die Jahreszeit, in der aus Verletzungen Geheimnisse gemacht werden.

Zum Start der Iserlohn Roosters in die Playoff-Viertelfinal-Serie lesen Sie in der Mittwochs-Ausgabe Ihrer Lokalzeitung drei Sonderseiten.

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