2:2-Ausgleich in Playoffs

Roosters gleichen Serie gegen Panther aus

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Vor dem eigenen Kasten verrichteten die Iserlohner Kufencracks harte Arbeit und verhalfen ihrem Goalie Daniar Dshunussow, der den verletzten Mathias Lange exzellent vertrat, zu einem Shutout gegen den Meister.

Iserlohn - Mit einem fulminanten Mitteldrittel und einem bärenstarken Daniar Dshunussow zwischen den Pfosten zähmten die Iserlohn Roosters am Dienstagabend die Panther aus Ingolstadt, besiegten den Deutschen Meister in Spiel vier mit 5:0 (0:0, 3:0, 2:0) und glichen die Viertelfinal-Serie der DEL-Playoffs somit erneut aus. Damit ist klar, dass es in dieser Serie mindestens ein sechstes Duell geben wird.

Von Mirko Heintz

Spiel vier hatte im ersten Drittel nur einen Fehler: Es stand nach 20 Minuten 0:0. Dabei waren die Gastgeber die klar bessere Mannschaft, hatten die besseren Chancen und deutlich mehr vom Spiel als die Ingolstädter, schafften es aber nicht, die Scheibe an ERC-Goalie Pielmeier vorbei ins Tor zu bringen.

Die Highlights im Video

Alle Roosters-Treffer und das Statement von Goalie Daniar Dshunussow gibt es hier im Video bei LaOla1.tv

Insgesamt wirkte das Pasanen-Team auch körperlich deutlich aggressiver, stand hervorragend in der eigenen Zone, blockte zahlreiche Schüsse. Einziger Schwachpunkt: das Powerplay. Acht Minuten spielten die Sauerländer mit einem Mann mehr auf dem Eis, generierten allerdings keine einzige gefährliche Torchance.

Auf der Gegenseite machte Daniar Dshunussow ein hervorragendes erstes Drittel, wirkte ruhig und abgeklärt, hatte wenig zu tun, weil seine Vorderleute bereit waren, viel zu arbeiten und Schüsse zu blocken.

Das Mitteldrittel dominierten einzig die Sauerländer, die sich die Führung jetzt verdient hatten. Sullivan nach einem grandiosen Pass von Mike York versenkte die Scheibe hinter Pielmeier zum 1:0 (25.). Plötzlich hatten die Blau-Weißen das Momentum auf ihrer Seite, das Publikum erwachte und verwandelte die ausverkaufte Halle in ein Tollhaus.

Als der Jubel gerade verklungen war, trafen die Roosters in Überzahl durch Macek zum 2:0. Es sollte nicht der letzte Treffer des Pasanen-Teams im Mitteldrittel gewesen sein.

Die Panther waren zwar in Überzahl und nah dran am Anschlusstreffer, aber die Roosters brachten die Scheibe aus der eigenen Zone und fuhren einen schnellen Konter. Macek wurde per Foul aus der Situation genommen, Raedeke aber umkurvte das Tor, behielt die Scheibe am Schläger und schlenzte sie vom Rand des linken Bullykreises ins gegnerische Tor – 3:0 (34.). Die Iserlohner hatten sich den Vorteil verdient, entschieden aber war das Match noch nicht.

In den ersten Minuten des Schlussdrittels hatten die Roosters alles im Griff. Druck erarbeitete sich der ERC erst in einer Überzahl nach sieben Minuten, als Raedeke in die Kühlbox musste. Die Bayern spielten clever, überlegt, zweimal aber reagierte Dshunussow gegen Greilinger in höchster Not goldrichtig und mit einem starken Save.

Dass vorher Buck erneut den Pfosten traf und wieder den Anschlusstreffer hätte verbuchen können, war da schon fast vergessen.

Die Entscheidung fiel acht Minuten vor dem Ende, als Sullivan eine Scheibe abfing, gegen Pielmeier traf. Brodie Dupont setzte schließlich – erneut in Überzahl – den Schlusspunkt (58.). Der Rest war Jubel. Am Freitag geht es in Ingolstadt weiter.

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