Größter Erfolg der Vereinsgeschichte winkt

Roosters brechen zu Spiel sieben nach Ingolstadt auf

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Nach den drei Heimsiegen gegen die Panther aus Ingolstadt reifen bei den Fans der Iserlohn Roosters Träume vom Halbfinale. Heute Abend müssen die Sauerländer beim Meister unbedingt gewinnen, damit die Träume nicht wie Seifenblasen zerplatzen.

Iserlohn - Täglich grüßt das Murmeltier! Heimspiel gewinnen, schlafen, Regenerationstraining, Busfahrt nach Ingolstadt, Spiel - diesmal Nummer sieben. Die Iserlohn Roosters sind im Playoff-Viertelfinal der DEL wieder unterwegs.

Von Mirko Heintz

Und die Sauerländer haben sich den Stress selbst zuzuschreiben. Hätte der IEC schon in einer der ersten drei Partien gegen den ERC ein Auswärtsspiel für sich entschieden, dann wäre der größte Erfolg der Vereinsgeschichte schon perfekt.

Mangels Sieg auf fremdem Eis aber kommt es am Dienstag (19.30 Uhr) in der Viertelfinalserie zu einem echten Endspiel. Das Team, das gewinnt, trifft im Halbfinale auf Hamburg oder Düsseldorf und darf den Traum von der Meisterschaft weiter leben.

„Wir haben keinen Druck, außer den, den wir uns machen“, sagt ein schwer erkälteter Cheftrainer Jari Pasanen. Wäre es nicht Spiel sieben, er würde wohl zuhause im Bett bleiben. „Wir haben in diesem Jahr alle wirklich wichtigen Spiele für uns entschieden. Vielleicht brauchen wir diesen Druck“, so Manager Karsten Mende.

Immer dann, wenn es wirklich darauf ankam...

In der Tat: Ob das Match in Berlin, als es am letzten Hauptrundenspieltag um den direkten Einzug ins Viertelfinale oder die Pre-Playoffs ging, ob die Duelle mit den Krefeld Pinguinen, als die Roosters in der Saison den Abstand zu Platz zehn verteidigen mussten: Immer dann, wenn es wirklich darauf ankam, haben die Sauerländer ihren Job gemacht.

Während die Iserlohner daheim unschlagbar waren, sich auswärts von Spiel zu Spiel steigerten, scheinen die Panther nicht mehr zulegen zu können. Seit drei Partien stagniert das Niveau. In Partie sieben kommt der Druck dazu, denn mittlerweile zollen sogar die Medien und Fans der Panther dem Rivalen Respekt.

Ein unglaublich faires Playoff-Duell

Ob das auch mit der fairen Spielweise der Sauerländer zu tun hat? Beide Mannschaften, der ERC mit kleinen Aussetzern, liefern sich ein unglaublich faires Playoff-Duell. Da gibt es keine Spieldauer-Disziplinarstrafen, keine ganz harten Checke, nur Kleinigkeiten, die einfach dazu gehören.

„Ich bin sehr froh darüber, dass die Serie von großem Respekt geprägt ist, vielleicht macht es auch deshalb den Zuschauern so viel Spaß. Wir schaffen es tatsächlich, Eishockey zu spielen“, so Mende weiter.

Im Team herrscht große Euphorie. Singend wanderten die Spieler nach dem Sonntagsmatch durch die Kabine, jubelten, freuten sich wie kleine Kinder über den Erfolg.

Vorsichtige Hoffnung auf Nick Petersen

Überrascht hat alle die Rückkehr von Mathias Lange. Zwei Tage nach der Geburt seines Sohnes stand der österreichische Nationalkeeper am Seilersee auf dem Eis, stand nicht nur Spiel Nummer sechs durch, sondern zeigte ein typisches Lange-Match mit der Ruhe, die ihn so erfolgreich und seine Mannschaft so sicher macht.

Ob er ganz ohne Probleme gespielt hat? „Er hat gespielt – worüber sollen wir diskutieren“, hustet Pasanen.

Ob die Rückkehr von Nick Petersen möglich ist? Schweigen! Könnte er seinen Teamkollegen helfen, dann wäre der Weg ins Halbfinale noch einmal ein klein wenig einfacher. „Tagesformabhängig ist es“, meint Brooks Macek.

Dass er, wie Ingolstädter Medien berichten, im kommenden Jahr bei den Panthern spielt, scheint ausgeschlossen. Manager Karsten Mende jedenfalls lässt sich mit den Worten zitieren: „Das würde mich überraschen.“

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