Roosters wegen Strafzeiten und Blessuren besorgt

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Die Roosters um Goalie Chet Pickard können mit der Bilanz nach dem schweren Auftaktprogramm zufrieden sein.

Iserlohn -  Meistens hält Cheftrainer Jari Pasanen von den Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) seinen Ärger geheim. Er mag nicht in aller Öffentlichkeit Spieler kritisieren. Intern aber findet er deutliche Worte. Nach dem Sonntag-Match gegen die Adler aus Mannheim war es anders.

Er war angefressen ob der Strafzeitenstatistik seines Teams. Insgesamt fünf Hinausstellungen im Spiel resultierten aus Fouls hinter der gegnerischen Torlinie. „Unnötig. Daraus einen Fehler mit der Disziplin abzuleiten, wäre Quatsch, aber wir gehen teilweise zu motiviert in solche Situationen und sammeln Fouls“, sagt der Coach.

Dass seine Mannschaft nach drei Punkten gegen Meister und Vizemeister zufrieden sein darf, ist klar. Dass man am Freitag gegen Ingolstadt einen 0:3- und am Sonntag gegen Mannheim einen 0:4-Rückstand aufholte, ist ebenfalls bemerkenswert. Allein die vom Trainer verlangten Automatismen und die Einstellung der vergangenen Jahre hat sich nach einem Hauptrundenmonat in der DEL nicht gesetzt.

„Das wundert mich nicht. Das haben wir auch in den vergangenen Jahren zu diesem frühen Zeitpunkt nicht geschafft, dazu brauchen wir noch etwas Zeit“, betont der Finne. Neun Punkte aus fünf Spielen sind in Anbetracht des Auftaktprogramms aber gut.

Damit das so weiter geht, muss sich vor allem die Verletztensituation wieder entspannen. Mehrere Akteure sind angeschlagen. „Das trifft auf ein paar Jungs zu, aber ihre Namen wollen wir aus nachvollziehbaren Gründen nicht nennen“, betont Manager Karsten Mende. Bei Chad Bassen sind die Blau-Weißen am Wochenende kein Risiko eingegangen. Bei ihm zwickt es gleich an zwei Stellen, deshalb haben die Mannschaftsärzte eine Pause vorgeschlagen. Jochen Veit: „Wir sind sehr früh in der Saison und ich denke, dass es jetzt sinnvoll ist, keine Risiken einzugehen.“

Youngster Marko Friedrich hat den schnellen Mittelstürmer-Kollegen in der Formation mit Blank und Connolly mehr als gut vertreten. Mehr Sorgen bereitet Michel Périard. Der Franko-Kanadier hat im Spiel gegen Mannheim einen Schuss gegen den Arm bekommen. Dieser ist wahrscheinlich gebrochen. Ein MRT soll endgültigen Aufschluss geben, ein Ausfall von rund sechs bis acht Wochen scheint aber nicht auszuschließen.

Bemerkenswert stark präsentierte sich am vergangenen Wochenende die Reihe mit Jaspers, Macek und Caporusso. Insgesamt fünf Treffer verbuchte die Formation, drei allein aus dem Spiel heraus steuerte Jaspers selbst bei. Auch Caporusso gewöhnt sich immer mehr ans Spielsystem. Für diese Spieler hatte Cheftrainer Pasanen ein besonderes Lob parat. „Die Reihe hat unglaublich harmoniert, ich bin gespannt, was sie zukünftig aufs Eis bringt.“

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