Iserlohn Roosters zweimal unter Normalform

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Trotz mäßiger Leistungen reichte es für die Roosters am Wochenende zu zwei Punkten.

Iserlohn - Von der Erfüllung ihres Plans waren die Iserlohn Roosters am zurückliegenden Wochenende in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein deutliches Stück entfernt. Gegen Augsburg und Ingolstadt schaffte es das Team vom Seilersee nicht, Normalform zu erreichen. Die Gründe dafür sind nicht einfach festzumachen.

Fiel nach den harten Weihnachtswochen der Stress von der Mannschaft ab? Hat man es einfach nicht geschafft, den Grad an mentaler Vorbereitung zu generieren, den ein Team wie die Sauerländer erzeugen muss, um die normale Leistung abzurufen? Trainer Jari Pasanen sagt: „Nein! Ich habe allerdings auch gesehen, dass einige Spieler nicht die Leistung abgerufen haben, die es braucht, um unser Tempo, unsere Abgeklärtheit, unsere Intensität aufs Eis zu bringen.“

Eine Erklärung könnte der Grippevirus sein, der noch immer in der Kabine grassiert. Vielleicht sind auch die Akkus etwas leerer, da man gerade in den stressigen Tagen bis ins neue Jahr auch noch zahlreiche verletzungsbedingte Ausfälle zu kompensieren hatte. Faktisch war Pasanen mit dem Spiel einiger Leistungsträger nicht zufrieden. „Trotzdem haben wir mit der Qualität den Zusatzpunkt gegen Ingolstadt geholt. Das ist auch eine wichtige Feststellung und nicht selbstverständlich“, so der Coach.

Er wusste aber auch, bei welchem seiner Spieler er sich besonders zu bedanken hatte: Bei Mathias Lange. Der Keeper der Sauerländer wuchs am Sonntag über sich hinaus und scheint rechtzeitig vor Beginn der Playoffs die Form zu erreichen, um sich als klare Nummer eins ins Gespräch zu bringen. Pasanen: „Wenn ich Mathias’ Leistung in den vergangenen drei, vier Spielen anschaue, dann hat er noch einmal einen unglaublichen Schritt gemacht. Er ist noch einmal fokussierter, als er das im Herbst schon einmal gewesen ist.“

Der Finne will seinen anderen Goalie, Chet Pickard, damit keinesfalls abqualifizieren. Allerdings hatte er immer vermutet, dass Lange sich nach der Geburt seines Sohnes erst an sein neues Leben neben dem Eishockey gewöhnen müsste. Pickard hatte am Freitag in Augsburg dagegen Pech. Fast 40 Minuten hatte er fast nichts zu tun, musste dann erleben, dass sich das Spiel zu Ungunsten der Roosters drehte.

Thema blieb auch die Einbürgerungspolitik der Sauerländer. In Augsburg darauf angesprochen, schaltete sich auch Pasanen erstmals in die Diskussion ein und versuchte ein neues Argument in den Mittelpunkt zu stellen: Den deutschen Nachwuchs selbst. „Der deutsche Eishockeynachwuchs hat ohne jeden Zweifel Steigerungsbedarf. Wie kann es sein, dass unsere U 20 bei der B-WM nur knapp den Klassenerhalt schafft, weil wir Italien in einem entscheidenden Match mit 2:1 schlagen? Wir müssen den Nachwuchs und die Nachwuchstrainer besser ausbilden“, so Pasanen. - MiHei

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