Iserlohn Roosters nehmen DEL-Vorbereitung auf

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Nach kurzer Eingewöhnung wurde es für Roosters-Goalie Mathias Lange (Zweiter von links) und Co. schnell schweißtreibend.

Iserlohn - 34 Grad am See. Normalerweise genießen Eishockeyspieler diese Temperaturen – in Badehose. Doch die Zeiten, in denen das möglich war, sind seit Montag Geschichte. Seitdem schwitzen Verteidiger, Stürmer und Torhüter der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) – und das deutlich mehr als normal.

Denn seitdem ist das Team des IEC wieder komplett im Sauerland und widmet sich der Vorbereitung auf die neue Saison.

„Training bei solchen Außentemperaturen ist anstrengender“, betont auch Goalie Mathias Lange. Die Nummer 1 im Tor der Sauerländer hat es da schon gut. Zwar muss auch er die gleichen Klamotten von Schwitzwäsche über Schutzpads bis zu den Hosen tragen, die man auch im Winter üblicherweise anzulegen hat, aber er muss im Gegensatz zu den Feldspielern nicht die Eisfläche rauf- und runter rasen. „Hinzu kommt, dass es in der Kabine einfach viel heißer ist. Da läuft zwar die Lüftung, da laufen zwar zusätzliche Ventilatoren, trotzdem ist das fünf Grad über der normalen Temperatur – schweißtreibend!“

Cheftrainer Jari Pasanen versuchte es auch beim ersten öffentlichen Training am Donnerstagnachmittag nicht zu übertreiben. Zudem füllen die Betreuer die Wasserflaschen deutlich öfter nach. Trotzdem gibt es keine Gnade. Zwei Tage hat der Coach seinen Jungs Zeit gegeben, die starre Ausrüstung einzulaufen. Seit Mittwoch aber läuft die Trainingsarbeit unter Vollgas-Bedingungen. „Weil es die Mannschaft braucht. Wir müssen jetzt die Grundlagen für die Saison legen. Und das tun wir für gewöhnlich in den ersten drei Wochen. Gnade gehört nicht zu meinem Wortschatz“, grinst Pasanen.

Seine Jungs können damit Leben. „Natürlich haben die vier freien Monate uns allen gut gefallen, jetzt aber wissen wir, worum es geht und geben unser Bestes“, ergänzt Youngster Marko Friedrich.

Um die Arbeit einfacher zu machen, genießt der finnische Chefcoach gerade das erste Training. Es hilft bei der Motivation. „Zu sehen, wie viele Fans ein einfaches Training unserer Mannschaft sehen wollen, ist doch toll. Davon leben die Jungs bis zum ersten Test“, so Pasanen. Der findet am 14. August in eigener Halle gegen die Krefeld Pinguine statt. Bis dahin werden Grundlagen gelegt, wobei der Trainer nicht allzu viel am Stil verändern will.

Gewöhnen müssen sich die Fans am Seilersee an einen neuen Trikotsponsor. Statt der Brauerei „Krombacher“ tragen die Roosters den Schriftzug „J. D. von Hagen“ auf der Brust.

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