DEL: Roosters - Hamburg 2:1 n. P.

Petersen dreht das Spiel für Pasanen-Team

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Der späte 1:1-Ausgleichstreffer rettete Boris Blank und die Iserlohn Roosters gegen Hamburg ins Penaltyschießen.

Iserlohn - Turbulenter Start ins Wochenende für die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Gegen die Hamburg Freezers sicherten sich die Sauerländer im Penaltyschießen einen 2:1 (0:1, 0:0, 1:0, 0:0)-Erfolg.

Im ersten Abschnitt entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Teams zu Chancen kamen. Das Führungstor erzielten jedoch überraschend die Hansestädter. Druval Westcott hielt von der blauen Linie einfach mal drauf, in der Schussbahn stand Marty Sertich. Der Ex-Rooster hielt seinen Schläger dazwischen, so dass die Scheibe unter die Latte und von dort ins Netz von IEC-Goalie Mathias Lange prallte (10.).

Die Sauerländer, die kurzfristig auf den erkrankten Collin Danielsmeier verzichten mussten, steckten jedoch nicht auf, erhöhten den Druck nach dem Rückstand nochmals. Brent Raedeke und Brooks Macek hatten unmittelbar vor der Pausensirene den Ausgleichstreffer auf dem Schläger, scheiterten jedoch entweder an Hamburgs Schlussmann Dimitrij Kotschnew oder schossen neben den gegnerischen Kasten. So nahmen die Gäste die etwas glückliche Führung mit in die Kabine.

Und die hatte auch nach dem Mitteldrittel bestand. Die Partie stand in den zweiten 20 Minuten auf ordentlichem Niveau. Kampfkraft, Schnelligkeit – alles, was Eishockey-Fans sich wünschen, war in der Halle am Seilersee geboten. Was fehlte, waren die klaren, eindeutigen Torchancen. Und das auf beiden Seiten. Derek Whitmore hatte die größe Möglichkeit für den IEC (32.), doch auch dieser Versuch verpuffte und gehörte eher in die Kategorie „harmlos“.

Die Verteidigungsreihen beider Mannschaften verstanden es, den Dampf aus den Offensivszenen zu nehmen. Folglich kamen beide Teams selten zum Abschluss – Vorteil für die Norddeutschen, die ihre Führung hielten.

Es dauerte bis 40 Sekunden vor dem Ende, ehe Nick Petersen in einer hektischen Schlussphase die Iserlohner mit seinem 1:1-Ausgleichstreffer erlöste. Die Sauerländer nutzten damit eine 5:3-Überzahl, nachdem Cheftrainer Jari Pasanen Lange aus dem Tor beordert hatte, um einen zusätzlichen Feldspieler aufs Eis zu schicken.

Die Overtime brachte keine Entscheidung, sodass im Penaltyschießen der Sieger ermittelt werden musste. Dort anvancierte Nick Petersen endgültig zum Matchwinner, als er als einziger seinen Penalty im Tor unterbrachte. - rm

Roosters: Lange – Liwing, Petersen, Raedeke, Dupont, Connolly, Giuliano, Macek, Lavallée, Wruck, Foster, Teubert, Blank, Button, Bassen, Ordendorz, Friedrich, Whitmore, York

Hamburg: Kotschnew – B. Festerling, Klassen, Madsen, Cabana, Clark, Schubert, G. Festerling, Westcott, Krämmer, Pettinger, Sertich, Pohl, Schmidt, Jakobsen, Roy, Mitchell, Verelst, Flaake

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Schimm (Waldkraiburg)

Tore: 0:1 (9:41) Sertich (Westcott, Schmidt), 1:1 (59:20) Petersen (York/5:3)

PS: Clark (an TW), Petersen (2:1), Flaake (über das Tor), Foster (an TW), Pettinger (an TW)

Strafminuten: Roosters 8, Freezers 12

Zuschauer: 4 274

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