Iserlohn Roosters planen eine Runderneuerung

Wer bleibt? Wer geht? Am Seilersee ist die Zeit reif für Spieler-Gespräche

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Mit der 1:4-Niederlage in Berlin endete für die Iserlohn Roosters um Kapitän Jason Jaspers (rechts) am Sonntag die schlechteste DEL-Saison der vergangenen Jahre.

Iserlohn - Jetzt ist sie also zu Ende, die schwerste Saison der Iserlohn Roosters der vergangenen Jahre. Am Ende steht Platz 13, der vorletzte Rang in der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Mit 55 Punkten hat es gereicht, immerhin nicht als Tabellenletzter ins Ziel zu kommen.

Das haben die Waldstädter seit ihrer Zugehörigkeit zu Deutschlands Eliteliga stets geschafft – und dennoch ist das Ergebnis alles andere als zufriedenstellend. Das aber geht nicht nur den Roosters so. Die Liga kommt in dieser Spielzeit als Zwei-Klassengesellschaft daher. Oben stehen München, Mannheim, Nürnberg und Köln, deren Handeln, von Mäzenen ermöglicht, kaum Einschränkungen unterliegt. 

Dann folgt VW-Klub Wolfsburg und die Überraschung aus Augsburg. Auf Platz sieben endet die erste Hälfte mit Ingolstadt, das die ganz großen Schritte auch nicht mehr macht. Der Rest reiht sich ein, ist finanziell und sportlich nach vielen ausgeglichenen Jahren derzeit nicht in der Lage, oben mitzuhalten. 

Berlin dürfte zum letzten Mal die Ausnahme gewesen sein, steht dem Anschutz-Club doch im kommenden Jahr durch die Zusammenarbeit mit den LA Kings mehr Expertise und mehr Geld zur Verfügung. 

Zu den „kleinen“ Klubs zählten 2017/18 auch die Iserlohner. Mit Ausnahme der vergangenen Wochen lief eigentlich nichts nach Plan. Verletzungen im Sommer, zu viel Risiko bei den Spielertransfers, Stinkstiefel in der eigenen Kabine, da kam viel zusammen. 

Nach vier Jahren setzt wahrscheinlich eine Runderneuerung ein, in fast jeder Hinsicht. Am Montag und Dienstag saßen und sitzen Trainer und Manager zu ihren Abschlussgesprächen zusammen, am Mittwoch und Donnerstag folgen die „Talks“ mit den Spielern, dann verbreitet sich Abschiedssstimmung. 

Am Freitag ist die Abschlussfeier ab 19 Uhr hinter der Eissporthalle am Seilersee geplant, darauf verabschiedet sich das Team von den Sponsoren, dann fliegen die Nordamerikaner heim, für den Rest beginnt ein fünfmonatiger Urlaub. 

„Das ist das vielleicht Härteste daran. Fünf Monate sind sehr lang, aber ich werde sie zu nutzen wissen, will im Sommer wieder nach Finnland. Das hat mir unglaublich gut getan für meine Entwicklung“, sagt Verteidiger Dieter Orendorz, der bestätigt hat, seinen Vertrag bereits um eine Saison verlängert zu haben. 

Viele weitere aus der aktuellen Mannschaft werden die Gelegenheit nicht haben. Louie Caporusso und Dylan Wruck haben wohl neue Vereine gefunden. Ob Button bleibt, der Interesse hat, am Seilersee zu bleiben, ist fraglich. Chet Pickard könnte der Weg als zweiter Torwart nach Mannheim führen. 

Pikkarainen, Périard, Bassen, Rallo und Ross dürften keine Zukunft beim IEC haben. Boris Blank wird entscheiden, ob er seine Karriere fortsetzt. Alle anderen dürften ein Angebot erhalten. Dabei ist zu klären, ob es für Nouri Bettahar besser wäre, in der DEL 2 Spielpraxis zu sammeln.

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