Roosters biegen in Hamburg auf die Hauptrunden-Zielgerade ein

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Im vorletzten Spiel der DEL-Hauptrunde treffen die Roosters um Kapitän Mike York (links) auf Hamburg. Im letzten Aufeinandertreffen beider Teams am Seilersee siegte Iserlohn mit 6:3.

Iserlohn - So hat man die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) nach einem Sieg selten jubeln sehen. Der 4:3-Erfolg von Mannheim am Mittwochabend ließ alle Dämme brechen. Schon am Freitag geht es weiter mit dem vorletzten Hauptrundenmatch bei den Hamburg Freezers (19.30 Uhr).

Der Sieg in Mannheim war nicht nur deshalb so herausragend, weil es der erste Erfolg überhaupt gegen die Adler in dieser Saison war, sondern auch, weil dieser Erfolg den größten Triumph der Sauerländer in ihrer DEL-Historie perfekt gemacht haben könnte. Maximal ein Sieg aus den letzten zwei Hauptrundenmatches fehlt dem Pasanen-Team noch, um das Heimrecht im Playoff-Viertelfinale perfekt zu machen. 

Sogar die Hauptrunden-Meisterschaft, Platz eins nach 52 Spielen, ist greifbar nahe. Damit hätten die Sauerländer in allen Playoff-Runden Heimrecht und hätten aber gleichzeitig die Qualifikation für die Champions Hockey League eingefahren, die Champions-League des Eishockeys, würden damit zum ersten Mal in einem europäischen Wettbewerb an den Start gehen. 

Manager Karsten Mende machte in diesem Punkt im Gespräch mit unserer Zeitung deutlich, dass ihm diese Ehre am allerliebsten nicht zuteil werden sollte. „Das kostet nur unglaublich viel Geld. Du brauchst eigentlich eine fünfte Reihe und musst zu einem Zeitpunkt bereits eine Leistung erbringen, die du viel besser in der nationalen Meisterschaft, also in der DEL auf´s Eis bringst“, so der ehemalige Nationalspieler. 

Mannheim hat einmal mehr gezeigt, wozu diese Mannschaft in der Lage ist. „Dieses Match war eine kleine taktische Meisterleistung. Wir haben geduldig aus einer sehr gut stehenden Abwehr heraus gearbeitet, haben auf unsere Chance gewartet und sie genutzt“, so IEC-Trainer Jari Pasanen. 

Garanten für den Erfolg: Chet Pickard im Tor, Bobby Raymond als bester Spieler und vor allem eine grandiose Jaspers-Formation, die die Badener zu keinem Zeitpunkt in den Griff bekommen haben. Torhüter Pickard und seine Jungs aber mussten viel investieren. „Es war Schwerstarbeit für mich, aber die Jungs haben unglaublich gut vor unserem Tor gearbeitet und damit auch mir dieses Match möglich gemacht“, so der Goalie. 

Ob die Iserlohner ihren Lauf fortsetzen können, ist aus personellen Gründen fraglich. Heute in Hamburg wird der Kader noch einmal kleiner werden. Dupont und Côté fallen aus, nur Connolly könnte ins Team zurückkehren. Colten Teubert ist nach seinem Mannheimer Scharmützel nach Spielende gesperrt und Michel Périard angeschlagen. Sollten die Sauerländer nur vier Verteidiger aufs Eis bringen, würde Cody Sylvester vom Stürmer zum Defender mutieren. Im Tor steht Mathias Lange.

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