Niederlage in Nürnberg besiegelt Roosters-Saisonaus

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Geknickt ob des verpassten Playoff-Einzugs: Roosters-Trainer Jari Pasanen.

Iserlohn - „Die Stimmung auf der Rückfahrt war schon von Traurigkeit geprägt“, sagt Jari Pasanen. Auch dem Cheftrainer der Iserlohn Roosters hört man die Traurigkeit nach der 4:5-Niederlage in Nürnberg an. Damit war auch der letzte Strohhalm im Kampf um den Einzug in die DEL-Playoffs verloren.

„Ich bin jetzt 30 Jahre im Eishockey dabei und habe gerade in den vergangenen drei Jahren schon manches erlebt, aber diese letzten drei Wochen waren doch ein ganz, ganz besonderer Ritt, eine Zeit, die sich tief eingegraben hat in mein Gedächtnis“, sagte der finnische Coach. „Gerade, was das Team auch in den vergangenen drei Spielen gezeigt hat und vor allem, dass sie immer im letzten Drittel die bessere Mannschaft war, zeigt, was sich alle abverlangt haben“, so Pasanen weiter. 

Dass es dennoch nicht gereicht hat, lag einerseits am Siegtor der Nürnberg Ice Tigers, 0,3 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit, teils erneut an mehr als diskussionswürdigen Schiedsrichterentscheidungen und zum Dritten am Punktgewinn schwacher Berliner Eisbären bei ihrer zwölften Auswärtsniederlage in Folge im niederrheinischen Krefeld. 

Mit sieben Punkten Rückstand bei noch zwei ausstehenden Partien und sechs zu vergebenden Punkten starb die Hoffnung einmal mehr beim Angstgegner in Franken. Zu den diskutablen Strafen gegen Louie Caporusso kurz vor Ende des Spiels, die das Match mit entschieden haben, wollte Pasanen sich nicht äußern. 

Wie geht es weiter? In den letzten beiden Saisonspielen geht es für die Sauerländer nur noch darum, die bestmögliche Abschlussplatzierung zu erkämpfen. Krefeld dürfte aber am Pasanen-Team nicht mehr vorbeikommen, so dass der letzte Platz kein Thema sein dürfte. „Trotzdem geht es für uns ums Prinzip“, sagt Torwart Mathias Lange, der wohl die letzten beiden Saisonpartien bestreiten wird. Chet Pickard, der mit Mannheim und Krefeld in Verbindung gebracht wird, hat sich offenbar verletzt. Auch Verteidiger Michel Périard ist angeschlagen aus Nürnberg zurückgekehrt. 

Nach den Partien in Wolfsburg und in Berlin beginnt dann die neue Saison. Pasanen, Co-Trainer Bartman und Manager Mende werden die Spieler zu den traditionellen Abschlussgesprächen einladen. Louie Caporusso hat gegenüber unserer Zeitung schon bekräftigt, am Seilersee bleiben zu wollen. Auch Larsson, Orendorz, Milam und Shevyrin dürften gute Chancen haben. 

Marcel Kahle ist zu alt für eine Förderlizenz, deshalb ist abzuwarten, ob es für ihn einen Platz geben wird. Dem Vernehmen nach gibt es außerdem zum ersten Mal seit Jahren in der Saison 17/18 wieder einen ausländischen Torhüter im Dress der Roosters.

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