Roosters unterliegen Meister Mannheim nach Penaltys

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Die Roosters um Kapitän Mike York (links) unterlagen dem Meister aus Mannheim erst im Penaltyschießen.

Iserlohn -  Was für ein Topspiel der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Die Iserlohn Roosters und die Adler Mannheim schenkten den rund 4 100 Zuschauern am Seilersee eine herausragende Leistung, den Sieg aber schnappte sich am Sonntagabend der amtierende Meister. Im Penaltyschießen holten die Adler zum zweiten Mal in dieser Saison den Zusatzpunkt am Seilersee – mit 2:3 (0:0/1:2/1:0/0:0) aus IEC-Sicht.

Die Roosters erfüllten die Erwartungen in diesem Gipfeltreffen. Vielleicht waren die Adler über das gesamte Drittel gesehen eine Nuance besser, die Sauerländer aber machten aus ihren Möglichkeiten das Beste. Einziger Kritikpunkt: das Powerplay. Knapp viereinhalb Minuten hatten die Gastgeber mindestens einen Mann mehr auf dem Eis, brachten aber die Scheibe nicht über die Linie.

Blank hatte die beste Chance, scheiterte aber an einem genialen Reflex von Mannheims Goalie Dennis Endras (5.). Aber auch auf der anderen Seite ließ die aggressive Defensive der Waldstädter, die keine einzige Strafsekunde kassierte, wenig zu. Ärgerlich: Schon froh im Spiel musste Nick Petersen nach einem Open Ice-Hit der Adler vom Eis, erste Diagnose: Innenbandverletzung

So fehlte der Topstürmer der Roosters auch in doppelter Überzahl gleich zu Beginn des Mittelabschnitts. Am Ende blieb Endras wieder Sieger. Wie effektiv die Mannheimer arbeiteten, zeigte sich in Minute 25. Joudrey schoss von der blauen Linie, eine Zehntelsekunde später schlug die Scheibe hinter Lange ein – die Führung des Ligadominators. Als Rheault wegen unkorrekten Körperangriffs auf der Strafbank saß, gelang Iserlohn der 1:1-Ausgleich durch Dupont (33.).

Nur anderthalb Minuten später aber lagen die Blau-Weißen schon wieder hinten. Auf eine Strafe wegen Stockschlagens gegen Caporusso erzielte das beste Powerplay der Liga den 2:1-Führungstreffer durch Hospelt. Im Mittelabschnitt aber war der Meister die etwas bessere Mannschaft. Trotzdem waren die Roosters nur ein Tor hinten.

Mannheim ging im Schlussdrittel auf Nummer sicher, wollte mit starkem Defensivspiel die Zeit von der Uhr bringen. Da Hecht Jaspers ins Tor checkte, kassierte der Ex-NHLler zwei Minuten und die Roosters verbuchten im folgenden Powerplay den 2:2-Ausgleich durch Périard (53.). Weil die Roosters es in der Verlängerung im Slot erneut eng machen, ging es zum zweiten Mal an diesem Wochenende ins Penaltyschießen. Hier schoss Caporusso am Tor vorbei, York und Blank scheiterten an Endras. Für die Mannheimer traf nur Tardif, aber das reichte zum Sieg.

Roosters: Lange – Côté, Raymond; Button, Teubert; Périard, Lavallée; Orendorz – Jaspers, Caporusso, Macek; York, Friedrich, Petersen; Bassen, Connolly, Dupont; Sylvester, Blank

Adler: Endras – Fischer, Richmond; Wagner, Carlie; Akdag, Bittner; Riefers – Hecht, MacMurchy, Kink; Metropolit, Buchwieser, Tardif; Hospelt, Rheault, Ullmann; Joudrey, Yip; Arendt

Schiedsrichter: Schukies (Herne), Schütz (Rosenheim)

Tore: 0:1 (24:58) Joudrey (Fischer, Yip), 1:1 (32:24) Dupont (York/5:4), 1:2 (33:56) Hospelt (MacMurchy, Akdag/5:4), 2:2 (52:57) Périard (Caporusso/5:4), 2:3 (65:00) Tardif (PS)

PS: Caporusso (vorbei), Buchwieser (vorbei), York (an TW), Tardif (1:0), Blank (an TW)

Strafen: Roosters: 12; Adler: 22

Zuschauer: 4 119

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