Roosters unterliegen Kölner Haien nach Penaltys

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Nach dem überragenden 5:1-Erfolg gegen München zwangen Michel Périard und Co. Köln ins Penaltyschießen.

Köln - Nach einer kämpferischen Leistung verdienten sich die Iserlohn Roosters im Derby der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gegen die Kölner Haie am Sonntag einen wichtigen Punkt, mussten nach Penaltyschießen allerdings eine 3:4 (2:1, 0:2, 1:0, 0:0)-Niederlage hinnehmen.

Der Anfangsdruck der Haie hielt nur knapp zehn Minuten. Zwar führten die Gastgeber zu diesem Zeitpunkt mit 1:0, der Führungstreffer war allerdings mehr dem Durchsetzungswillen des Torschützen Marcel Ohmann zu verdanken als dem Zusammenspiel des gesamten Teams (10.). Falks Hinausstellung wegen Hakens nutzte Raymond nur 82 Sekunden später zum 1:1-Ausgleich für die Sauerländer (11.). Wesslau hatte beim Schuss des schnellen Verteidigers keine Chance.

In den Folgeminuten drückte nur der IEC. Das galt in der 14. Minute auch für Friedrich, der nach Vorarbeit von Blank und York zum 1:2 für Iserlohn traf. Die Roosters hatten nur drei Reihen zur Verfügung, denn Connolly und Caporusso mussten mit vermuteten Knieverletzungen schon früh in die Kabine. Eine genaue Diagnose gab es am Abend nicht mehr.

Dass sich die Partie nach dem Mittelabschnitt gedreht hatte, Köln mit 3:2 führte, war ein wenig dem Pech der Roosters und der Tatsache geschuldet, dass dem Pasanen-Team insbesondere in den letzten Minuten die Kräfte ausgingen. Ohne die beiden Verletzten standen den Coaches gerade zehn Stürmer zur Verfügung. Und denen gingen die Körner aus.

Deshalb fiel Kölns dritter Treffer durch Hager (38.). Drei Mal versuchten die Sauerländer die Scheibe aus dem eigenen Drittel zu bringen, schafften es aber nicht. Glück hatten die Kölner auch beim frühen Ausgleich, als Jones´ Pass ins Slot abgefälscht zum 2:2 ins Iserlohner Tor ging (25.). Lalonde traf zwischendrin für die Haie noch den Pfosten, aber auch die Roosters hatten ihre Gelegenheiten durch Jaspers, eine Powerplay-Torchance durch Raymond oder eine gute Friedrich-Aktion. Es war kein schlechtes Drittel des IEC, die Haie aber hatten mehr Fortune.

Bemüht starteten die Roosters auch in den Schlussabschnitt. Die drei Pasanen-Reihen versuchten möglichst schnell den Anschlusstreffer zu erzielen. Das 3:3 (48.) war schließlich das Premieren-Tor für den erst am Freitag verpflichteten Neuzugang Hamill. Danach waren die Sauerländer die bessere Mannschaft. Weil aber im weiteren Verlauf keine Mannschaft mehr traf, ging es ins Penaltyschießen, in dem Aslund für Köln entscheidend einnetzte.

Haie: Wesslau – Lalonde, Eriksson, Müller, Faber, Lüdemann, Zerressen – Hager, Gogulla, Jones; Falk, Salmonsson, Uvira; Weiß, Aslund, Umicevic; Stephens, Ohmann, Boucher

Roosters: Lange – Button, Raymond; Côté, Teubert; Périard, Lavallée – York, Friedrich, Blank; Jaspers, Caporusso, Macek; Hamill, Ross, Dupont; Bassen, Connolly, Shevyrin

Schiedsrichter: Piechaczek (Landsberg), Schütz (Rosenheim)

Tore: 1:0 (09:32) Ohmann (Umicevic), 1:1 (10:54) Raymond (Button, York/5:4), 1:2 (13:22) Friedrich (Blank, York), 2:2 (24:20) Jones; 3:2 (37:57) Hager (Gogulla), 3:3 (48:42) Hamill (Jaspers, Macek)

PS: Eriksson (1:0), Hamill (1:1), Salmonsson (an TW), York (an TW), Gogulla (2:1), Jaspers (2:2); Hamill (verschießt), Aslund (3:2)

Strafen: Haie: 8; Roosters: 4

Zuschauer: 9 802

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