Roosters verlieren in Berlin das Spiel und Rang zwei

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Nach dem 3:0-Erfolg gegen Krefeld am Freitagabend unterlagen die Iserlohn Roosters am Sonntag mit 0:3 in Berlin.

Berlin - Mit 0:3 (0:0, 0:1, 0:2) mussten sich die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am zweiten Adventssonntag bei den Eisbären Berlin geschlagen geben, die nach dem Sieg gegen Mannheim auch die Sauerländer schlugen und den zweiten Tabellenplatz übernahmen. Vielleicht hatten die Gäste an diesem Tag nicht die notwendige läuferische Kraft, um dem Team von Ex-Bundestrainer Uwe Krupp Paroli zu bieten.

Dass es am Ende des ersten Drittels 0:0 stand, war aus Iserlohner Sicht ein Erfolg, auch wenn beide Teams im Verfolgerduell nicht alles riskierten. Hochkarätige Chancen erarbeitete sich keine der beiden Mannschaften. Die beste Gelegenheit der Gäste hatte Brodie Dupont, der Vehanen im Doppelpack prüfte (8.). Die Blau-Weißen blieben geduldig und ihrer taktischen Ausrichtung treu, verdienten sich so das aus ihrer Sicht positive Ergebnis.

Eigentlich hatten sich die 1 200 mitgereisten Roosters-Fans auch schon nach dem Mittelabschnitt auf ein taktisches Lob für ihre Mannschaft eingerichtet. Dann aber kam die 37. Spielminute und der eine kleine Moment, den Eisbären-Kapitän Rankel zum Führungstreffer nutzte. Der startete an der Bande, hinter dem Tor der Sauerländer und drückte die Scheibe am kurzen Pfosten, ähnlich einem ´Bauerntrick‘ ins Tor. Darüber, ob die knappe Führung verdient war, lässt sich streiten. Definitiv brachten die Gastgeber mehr Schüsse auf das Tor des IEC als umgekehrt. Herausgespielte Möglichkeiten blieben auf beiden Seiten aber Mangelware. Jaspers (Pfosten) und Périard hatten ihre Gelegenheiten, scheiterten aber beim Feintuning. Insgesamt aber konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Roosters vorsichtiger agierten.

Möglichst schnell den Vorsprung des Hauptstadt-Teams zu egalisieren war den Roosters nicht vergönnt. Périard, Jaspers und Macek erzwangen Glanzparaden des Berliner Keepers, brachten aber den Puck nicht über die Linie. Trotzdem ließ sich das Pasanen-Team nicht entmutigen, rackerte weiter hart, überstand eine weitere Unterzahl und kassierte gleich anschließend Gegentreffer Nummer zwei. Erneut zog Rankel in Richtung Pfosten, wurde nicht energisch genug angegriffen und stopfte die Scheibe zum zweiten Mal ins Iserlohner Tor. Damit war das Match entschieden, Pasanen nahm Chet Pickard vom Eis, versuchte mit sechs Feldspielern den Anschlusstreffer zu markieren. Auf der anderen Seite verbuchte Darin Olver den dritten Berliner Treffer ins leere IEC-Tor. - MiHei

Eisbären: Vehanen – Busch, DuPont; Constantin Braun, Baxmann; Müller, Hördler – Darin Olver, Noebels, Tallackson; Mark Olver, Rankel; Mulock; Talbot, Machacek, Pohl; Laurin Braun, Kuji; Ziegler

Roosters: Pickard – Button, Raymond; Orendorz, Teubert; Côté, Périard – York, Frierich, Blank; Haspers, Caporusso, Macek; Bassen, Ross, Dupont; Sylvester, Connolly, Lavallée

Schiedsrichter: Brill (Zweibrücken), Winnekens (Berlin)

Tore: 1:0 (36:17) Rankel (Mulock, Baxmann), 2:0 (54:48) Rankel (Mark Olver, Machacek), 3:0 (59:39) Darin Olver (Tallackson, Constantin Braun)

Strafen: Eisbären: 10; Roosters: 8

Zuschauer: 13 829

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