Roosters zufrieden mit erstem DEL-Wochenende

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Bei zwei Faustkämpfen mussten die Schiedsrichter in der Roosters-Partie gegen Berlin selbst Körpereinsatz zeigen.

Iserlohn -  „In Straubing hätten wir mehr verdient gehabt, als null Punkte“, grämt sich Jari Pasanen. Das und die Tatsache, dass in nahezu allen Bereichen des Spiels der Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) noch Verbesserungsbedarf besteht, ärgert den Cheftrainer nach dem ersten Punktspielwochenende der neuen Saison ein wenig.

„Wir dürfen aber dabei aber nicht vergessen, dass wir in Straubing und gegen Berlin insgesamt zwei gute und sehr engagierte Spiele gemacht haben, in denen die Jungs wirklich hundert Prozent gegeben haben.“ Schon das erste DEL-Wochenende hat gezeigt, wie eng es in der Liga zugehen kann. Gerade deshalb sind drei Punkte, auch in Anbetracht des Verteidigerwechsels zu Beginn der Woche ein positives Ergebnis.

Wie gut Neuzugang Périard sich eingefügt hat, obwohl er eben nicht über Spielpraxis, viel Eistraining und die notwendigen Automatismen verfügt, war sichtbar. „Er hat unglaublich viel Erfahrung und konnte uns das schon jetzt zeigen“, so Pasanen. Insgesamt hat die Defensive ein gutes erstes Liga-Wochenende erlebt. Vier Gegentore sind akzeptabel, das Penaltykilling war überragend, genauso wie die Torhüterleistung. „Mathias hat, wie in der Vorbereitung, herausragend gespielt, jetzt müssen wir entscheiden, wie es weitergeht“, betont der Finne. Er hat zwei Optionen: Lange bleibt die Nummer eins oder er und Pickard wechseln sich Wochenende für Wochenende ab.

Keine Frage steht für das Westderby gegen Düsseldorf, übrigens dem einzigen Match des nächsten Wochenendes, hinter den Reihenkombinationen, die haben Pasanen überzeugt. „Unsere junge Reihe muss vielleicht noch ein wenig Übermut abbauen, die Jungs waren doch ein wenig zu oft auf der Schwelle zur Strafzeit. Daran gilt es zu arbeiten.“ Zufrieden war Pasanen auch mit Louie Caporusso, der nach einer Vorbereitung ohne große Akzente langsam, aber sicher mit dem Spielsystem zurecht kommt.

„Fehler, das haben die Jungs hoffentlich gesehen, passieren bei uns immer dann, wenn wir vom eigenen taktischen Konzept abweichen oder außergewöhnliche Dinge machen. Dann fehlt plötzlich der Nebenmann und der Gegner hat Räume, die er nicht haben sollte.“ In der Tat: Als die Sauerländer am Sonntag gegen die Eisbären spielten, schenkten sie in den letzten zehn Minuten nichts her.

Dass das am ersten Ligawochenende nicht in allen Bereichen möglich sein würde, war auch den Verantwortlichen klar. „Mit und ohne Scheibe müssen wir uns steigern, auch noch an unserer Torgefahr, dem letzten Schritt arbeiten.“ In Überzahl ließ das Team die Scheibe gut laufen, brachte den Puck aber nicht oft genug über die Linie. Aber: Schon Greg Poss, der erste Roosters-Coach, hat einmal gesagt: „Kreierst du Chancen, machst du auch irgendwann deine Tore.“ Insgesamt hat es den Anschein als sei die Basis gut. Erst recht, wenn sich herausstellen sollte, dass Straubing wirklich so stark ist, wie es die Tabellen zeigt: Die Niederbayern sind Erster. - MiHei

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