Roosters behaupten sich im Vorderfeld der DEL

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Jason Jaspers (rechts) und die Iserlohn Roosters behaupten sich nach elf Spieltagen im vorderen Feld der DEL.

Iserlohn - Es gibt Menschen, die Klagen auf ganz hohem Niveau nicht ertragen können. Denen mögen die nachfolgenden Sätze Schmerzen bereiten: Die Iserlohn Roosters sind noch nicht in der Lage, die vor einer Woche gegen Hamburg und auswärts in Wolfsburg gezeigten Leistungen beliebig oft zu wiederholen. Ein Mangel? Nein.

Es wäre auch eine Sensation gewesen, hätte das Team von Cheftrainer Jari Pasanen nach elf Spieltagen diese Klasse bereits jetzt konservieren können. „Der Weg ist eingeschlagen, aber mir war klar, dass es einfach noch zu früh ist. Wichtig war, dass die Jungs gesehen haben, was sie zu leisten im Stande sind, der Rest wird kommen“, sagt der Coach. Bemerkenswert aber ist, dass das Team auch ohne die gezeigte ‘herausragende Leistung’ in der Lage ist, sich im Vorderfeld der Liga zu behaupten.

„Vier Punkte vom vergangenen Wochenende sind absolut okay, außerdem haben wir festgestellt, dass wir auch gewinnen können, wenn wir nicht gut spielen“, sagt Pasanen mit einem Augenzwinkern im Rückblick auf das Krefeld-Match am Sonntag (2:1). Nach einem herausragenden Topspiel gegen die Nürnberg Ice Tigers am Freitag (2:3 n. P.) fehlte dem Team vom Seilersee die Einstellung, die es in den vorherigen drei Partien ausgezeichnet hat.

Pasanen: „Ich kann das nachvollziehen. Wir haben uns unglaublich auf das Match gegen Nürnberg gefreut, nach den zwei Erfolgen des vorigen Wochenendes war die Intensität unglaublich hoch – dann kam die Niederlage. Nach so etwas in 36 Stunden wieder mental auf Topniveau zurückzukehren, ist fast unmöglich.“ Nach der 2:0-Führung am Freitag kam Nürnberg nur deshalb zurück, weil sich die Sauerländer dumme Strafminuten leisteten. Das war am Sonntag nicht anders, letztlich blieb den Blau-Weißen allerdings das Schlimmste erspart – der Ausgleich.

Sinnvoll war ohne Zweifel der Wechsel von Friedrich und Sylvester in Reihe eins neben York und Petersen. Der ehemalige College-Star gab der Reihe die Geschwindigkeit, die sie braucht, hätte nach knapp fünf Minuten fast schon den Führungstreffer aufgelegt. Auch im Powerplay scheint er Dylan Wruck ersetzen zu können.

Ob Sylvester dort weiterhin bleibt, hängt allerdings auch vom geplanten Transfer der Roosters ab. Nach der Verletzung von Wruck, der aufgrund einer Schulter-OP mindestens vier Monate fehlen wird, suchen die Iserlohner nach einem Ersatzmann auf dem ausländischen Markt.

„Wir haben im Moment vier Spieler in der engeren Wahl. Komplett unterschiedliche Typen, alle mit viel Potential. Karsten Mende hat seinen Job hervorragend gemacht, den Markt gut sondiert – jetzt müssen wir die richtige Entscheidung treffen“, so Pasanen. Ob der Neue schon am Wochenende zur Verfügung steht, hängt von den Verhandlungen ab.

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