Roosters verlieren in Nürnberg nach Penalties

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Roosters-Goalie Mathias Lange hatte in Nürnberg jede Menge Arbeit.

Nürnberg -  Ohne Stürmer Jeff Giuliano haben die Iserlohn Roosters aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am frühen Sonntagabend ihre erste Niederlage der neuen Saison kassiert. Bei den Nürnberg Ice Tigers musste sich die Mannschaft von Trainer Jari Pasanen mit 2:3 nach Penaltyschießen geschlagen geben, sicherten sich dennoch einen verdienten Punkt.

Nach dem Heimerfolg gegen Krefeld am Freitag starteten die Sauerländer auch in Franken defensiv stabil in ein ausgeglichenes erstes Drittel. Zwar hatte Mathias Lange zwischen den Pfosten der Iserlohner ein paar Mal zu oft Gelegenheit, seine Klasse unter Beweis zu stellen, letztlich aber blieb es nach spannenden Anfangsminuten, die die Roosters für 120 Sekunden auch in Unterzahl verbringen mussten, beim gerechten 0:0. Trainer Jari Pasanen setzte alle vier Sturmformationen und seine komplette Verteidigung ein. Auch Dieter Orendorz bekam Eiszeit. Höhepunkt des ersten Abschnitts war die 20. Minute, als Dupont nach einem tollen Pass durch die neutrale Zone Dupont in Szene setzte, der sich gegen Jochen Reimer im Tor durchsetzte und Sekunden vor der ersten Drittelpause zum 1:0 traf.

Dass die Nürnberger die Partie zehn Minuten später gedreht hatten, hatte mit zwei Überzahlmomenten der Gastgeber zu tun. Die erste nutzte Pföderl nach 141 Sekunden. Auch Gegentreffer Nummer zwei bedingte eine Iserlohner Strafe. Jares musste auf die Strafbank, kam gerade zurück auf das Eis, als Eriksson sich in Richtung Roosters-Tor aufmachte, der Tscheche ihn allerdings nicht mehr stoppen konnte. Die Roosters waren nicht chancenlos, agierten aber zu kompliziert.

Erst ein Fehler von Goalie Reimer sorgte für den erneuten Ausgleich im letzten Drittel. Dupont kämpfte sich in die Nürnberger Verteidigungszone, schoss – Reimer griff vorbei (50.). Pasanen nahm seine Auszeit, wollte seine Mannschaft noch einmal defensiv neu einstellen. 84 Sekunden vor Schluss leistete sich dann allerdings Teubert einen Bandencheck an Pfleger, wurde dafür vom Eis gestellt, kassierte eine Spieldauerdisziplinarstrafe. Auch Patrick Reimer wurde mit vier Minuten abgestraft.

In der anschließenden Verlängerung hatten die Nürnberger 60 Sekunden in Überzahl die Chance, die Partie für sich zu entscheiden. Weil Lange gegen Kaufman hervorragend reagierte, arbeitete sich das Pasanen-Team ins Penaltyschießen. Hier trafen nur Petersen und Reinprecht in der ersten drei Runden, in Durchgang Nummer vier sorgte Eriksson für die Entscheidung. - Von Mirko Heintz

Ice Tigers: Jochen Reimer – Eriksson, Nowak; Joslin, Klubertanz; Printz, Schüle; Weber – Reinprecht, Pfleger, Patrick Reimer; Kaufmann, James, Buzas; Jaspers, Pflöderl, Oblinger; El-Sayed, Möchel, Elsner

Roosters: Lange – Liwing, Sullivan; Lavallée, Jares; Teubert, Button; Orendorz – York, Petersen, Blank; Whitmore, Raedeke, Macek; Foste, Dupont, Bassen; Friedrich, Danielsmeier, Wruck

Schiedsrichter: Haupt (Kempten), Piechaczek (Finning)

Tore: 0:1 (19:06) Dupont (Bassen, Foster), 1:1 (22:21) Pföderl (Reinprecht, Eriksson/5:4), 2:1 (29:07) Eriksson (Reinprecht, Patrick Reimer), 2:2 (49:30) Dupont (Petersen, Button/5:4), 3:2 (65:00) Eriksson (PS)

PS: Petersen (1:0), Eriksson (an TW), Macek (verschießt), Reinprecht (1:1), York (an TW), Jaspers (an TW), Eriksson (2:1), Petersen (über das Tor)

Strafen: Ice Tigers: 16; Roosters: 17 + Spieldauer (Teubert)

Zuschauer: 4.607

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