Roosters-Aufholjagd in Wolfsburg kommt zu spät

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Die Iserlohn Roosters (Szene aus dem Spiel gegen Augsburg) rannten in Wolfsburg einem 0:3-Rückstand hinterher.

WOLFSBURG -  Trotz eines grandiosen Comebacks in den letzten 35 Minuten mussten sich die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) bei den Grizzly Adams aus Wolfsburg am Sonntag mit 2:3 geschlagen geben. Nach einem verschlafenen ersten Drittel steigerten sich die Sauerländer, hatten das Match komplett im Griff, starteten aber einfach zu spät mit dem Toreschießen.

Wolfsburg ließ den Wecker zum ersten Mal nach knapp vier Minuten klingeln, als der Ex-Iserlohner Tyson Mulock die Latte traf. Wolfsburg nutzte die Räume, die die Gäste ihnen boten, nicht konsequent genug. Zwar waren sie deutlich zweikampfstärker, aber dank Mathias Lange im Roosters-Tor nicht gefährlicher. So musste ein Powerplay für das 1:0 der Niedersachsen herhalten. Dupont saß wegen eines unnötigen Beinstellens auf der Bank, als Dzieduszycki vom Außenrand des rechten Bullykreises Lange keine Chance ließ. Auch die drei anderen Zwei-Minuten-Strafen resultierten aus Unkonzentriertheiten. Dank eines grandiosen 3:5-Unterzahlspiels von Teubert, Giuliano und Foster blieb es beim 0:1.

Chefcoach Jari Pasanen baute zum Mittelabschnitt seine Mannschaft um, schickte Danielsmeier und Friedrich auf die Bank, machte Raedeke zum Center zwischen Macek und Connolly, schickte Foster mit Petersen und Dupont aufs Eis und baute eine Viererkombination aus Whitmore, Wruck, Blank und Bassen. Gleichzeitig rutschte Giuliano in die Defensive – und leistete sich einen ungewöhnlichen Patzer, ermöglichte es Polaczek allein auf Lange zuzufahren – 2:0 für Wolfsburg. Schon mit dem nächsten Wechsel tauschten beide Teams die Rollen. Wolfsburg bislang tonangebend, hatte nicht mehr den Hauch einer Chance. Ein Tor von Foster wurde nach knapp 25 Minuten nicht anerkannt, weil der Kasten aus der Verankerung geraten war. Anschließend drückten die Blau-Weißen weiter, trafen in Überzahl gegen aggressive Wolfsburger aber das Tor nicht.

Als nach 14 Sekunden im Schlussabschnitt die Scheibe zum dritten Mal im Iserlohner Gehäuse lag, war die Partie scheinbar entschieden. Dank großem Kampf gelang Connolly aber der 3:1-Anschlusstreffer knapp zehn Minuten vor dem Ende. Weiter rackerte das IEC-Team, verbuchte dank Teuberts Schlagschluss in der 55. Minute sogar das 2:3. 145 Sekunden vor dem Ende nahm Pasanen Lange zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis, die Sauerländer aber brachten die Scheibe nicht noch einmal an Vogl im Wolfsburger Tor vorbei. - Von Mirko Heintz

Grizzly Adams: Vogl – Hambly, Likens; Wurm, Bina; Meirandres, Schaus; Lindlbauer, Keller – Rosa, Aubin, Mulock; Voakes, Dzieduszycki, Milley; Höhenleitner, Fauser, Polaczek

Roosters: Lange – Button, Lavallée; Orendorz, Teubert; Danielsmeier, Liwing – Whitmore, Raedeke, Macek; Foster, Dupont, Giuliano; Connolly, Wruck, Petersen; Friedrich, Bassen, Blank

Schiedsrichter: Bauer (Nürnberg), Brill (Zweibrücken)

Tore: 1:0 (11:03) Dzieduszycki (Milley Mulock/5:4), 2:0 (23:16) Polaczek (Höhenleitner, Schaus), 3:0 (40:14) Likens (Rosa, Aubin), 3:1 (49:49) Connolly (Button, Raedeke), 3:2 (54:46) Teubert (Whitmore, Bassen)

Strafen: Grizzly Adams: 10; Roosters: 12

Zuschauer: 1 738

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