Roosters-Comeback in Düsseldorf nicht belohnt

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Die Iserlohn Roosters um Ryan Button holten in Düsseldorf einen 0:3-Rückstand auf, unterlagen aber dennoch mit 3:5.

Düsseldorf - Das Comeback der Iserlohn Roosters im Spiel bei der Düsseldorfer EG war bemerkenswert und reichte dennoch nicht aus. Nach einem Einbruch im ersten Drittel arbeitete sich das heimische Team aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zurück, um am Ende im ISS-Dome doch mit 3:5 (1:3, 2:1, 0:1) den Kürzeren zu ziehen.

Nur 3:11 Minuten lief im ISS-Dome alles nach Plan. Es war der Moment, als Schiedsrichter Christian Oswald einen gestürzten DEG-Spieler auf dem Eis liegen sah, vermutete, dass Teubert ihn mit dem Schläger zu Fall gebracht haben könnte, aber völlig falsch lag. Düsseldorf durfte so in Überzahl aufs Eis, brauchte, bei guter Gegenwehr der Gäste, 103 Sekunden bis die Scheibe zum ersten Mal im Iserlohner Tor einschlug – Daschner hatte geschossen (5.). Fast zehn Minuten sollten die Iserlohner brauchen, um sich von dem Schock zu erholen. Dazwischen lagen zwei weitere Gegentreffer, davon einer nach einem unnötigen Beinstellen von Jares – 0:3 (8./10.). Wruck sorgte für die erste Offensivchance, und als die Sauerländer später zum ersten Mal in Überzahl auf dem Eis waren, sorgte Dupont per Penalty für den Anschlusstreffer (19.). Belle konnte ihn vor dem DEG-Tor nur mit einem leichten Haken stoppen, weil er aber der letzte Mann war und Dupont allein auf den Kasten von Tyler Baskorowany zulief, entschieden die Unparteiischen auf Penalty.

Und tatsächlich war das 1:3 ausschlaggebend dafür, dass die Sauerländer völlig verwandelt aufs Eis zurückkehrten. Angriff auf Angriff rollte auf den Kasten der DEG zu, Blanks 2:3 von Connolly und Bassen vorbereitet, war hoch verdient (28.). Als Wruck in Überzahl mit einem wunderschönen Schuss aus fünf Metern zum Ausgleich traf, war das Pasanen-Team zurück im Match (34.). Einmal verhinderte die Latte einen Roosters-Rückstand, dann landete der Puck durch Martinsen doch im Iserlohner Tor.

Düsseldorf kam zu Beginn des Schlussdrittels aggressiver aus der Kabine, hatte nach guter Kombination von Mondt und Martinsen die Entscheidung auf dem Schläger (44.). Dann waren plötzlich die Roosters wieder die bessere Mannschaft. Am Ende riskierten die Sauerländer alles, nahmen Torhüter Mathias Lange vom Eis, hatten weitere gute Torchancen, brachten aber die Scheibe nicht über die Linie. Turnbulls Empty-Net-Treffer besiegelte dann eine vermeidbare Iserlohner Niederlage. - Von Mirko Heintz

DEG: Beskorowany – Ficenec, Schiestel; Belle, Davis; Daschner, Ebner; Thiel – Turnbull, Fischbuch, Preibisch; Collins, Dmitriev, Kreutzer; Olimb, Strodel, Martinsen; Mondt, Alanov, Brazda

Roosters: Lange – Liwing, Orendorz; Sullivan, Teubert; Button, Lavallée; Jares – Foster, Whitmore, Wruck; York, Macek, Dupont; Raedeke, Petersen, Friedrich; Bassen, Blank, Connolly

Schiedsricher: Brill (Zweibrücken), Oswald (Kaufbeuren)

Tore: 1:0 (04:54) Daschner (Martinsen, Ebner/5:4), 2:0 (07:36) Martinsen (Daschner, Olimb/5:4), 3:0 (09:30) Collins (Kreutzer, Belle), 3:1 (18:20) Dupont (PS), 3:2 (27:14) Blank (Bassen, Connolly), 3:3 (33:23) Wruck (Petersen, York/5:4), 4:3 (37:18) Martinsen, 5:3 (59:33) Turnbull (Martinsen, Olimb/Empty Net)

Strafen: DEG 6; Roosters 12 + 10 (Dupont)

Zuschauer: 6 180

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