1:2 nach Penaltyschießen

Roosters sichern einen Punkt gegen Tabellenführer München

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Die Iserlohner zwangen den Favoriten aus München ins Penaltyschießen.

München - Punktgewinn beim Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Beim EHC Red Bull München erzwangen die Iserlohn Roosters im Kampf um die Playoff-Ränge einen Teilerfolg, mussten sich den „Bullen“ erst nach Penaltyschießen mit 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:0) geschlagen geben.

Damit tankten die Sauerländer weiteres Selbstvertrauen für das Heimspiel am Dienstag gegen die Nürnberg Ice Tigers. Sieben Spieltage vor Ende der Hauptrunde prägte erwartungsgemäß die Taktik das Auftaktdrittel dieses Topspiels. München störte geschickt den Spielaufbau der Gäste, feuerte von der blauen Linie Schuss um Schuss auf den Kasten der Iserlohner ab und ging nicht zufällig durch Abeltshauser, dessen hart geschlagene Scheibe von der blauen Linie unsichtbar für Roosters-Goalie Mathias Lange war, in Führung (17.). 

Die Roosters hingegen taten sich schwer. Wenn es ihnen aber gelang, die neutrale Zone zu sichern, hatten auch die Bayern ihre Probleme. Chancen der Gäste waren dennoch Mangelware. 

Das änderte sich im Mittelabschnitt insbesondere aufgrund des hervorragenden Spiels der York-Formation. Die beschäftigte die „Roten Bullen“ immer öfter in der eigenen Zone und hielt sie mit diesem einfachen Mittel von Angriffen in der eigenen Defensivzone fern. Insgesamt wirkte die Mannschaft von IEC-Trainer Jari Pasanen, die nur mit elf Stürmern und sieben Verteidigern agierte, nicht mehr ganz so nervös wie zu Beginn. 

Auch die Versuche, aus dem eigenen Drittel herauszukommen, wurden immer kreativer. Dupont und York hatten früh die Chance auf den Ausgleich, der aber erst in Minute 38 bejubelt werden durfte. Caporusso holte sich in der Münchener Defensivzone die zunächst verlorene Scheibe per Hechtsprung zurück, brachte sie auf Jaspers, der Macek freistehend an der Grundlinie sah. Letztgenannter traf zum 1:1, bei dem es auch nach 40 Minuten blieb. 

Das Schlussdrittel verlief weitgehend ausgeglichen. Die größte Chance der Roosters besaß Connolly, der an EHC-Keeper Denny aus den Birken scheiterte. Zuvor hatte Söderholm die erneute Führung der Hausherren auf dem Schläger, scheiterte aber ebenso an Lange wie Pinizzotto acht Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit. 

In der Overtime vergaben Caporusso und Macek für die Sauerländer das Siegtor, hinten hielt der starke Mathias Lange das Unentschieden fest. So ging es ins Penaltyschießen, in dem Münchens Samson als einziger der sechs Schützen traf und den Bonuspunkt der „Roten Bullen“ klar machte. 

EHC: Aus den Birken – Smaby, St-Denis; Dehner, Abeltshauser; Söderholm, Boyle – Jaffray, Seidenberg, Mauer; Kahun, Christensen, Wolf; Aucoin, Maurer, Pinizzotto; Sparre, Ramoser, Samson 

Roosters: Lange – Côté, Raymond; Button, Teubert; Périard, Lavallée; Orendorz – York, Dupont, Petersen; Jaspers, Caporusso, Macek; Bassen, Connolly, Sylvester; Friedrich, Blank 

Schiedsrichter: Aicher (Rosenheim), Krawinkel (Moers) 

Tore: 1:0 (16:25) Abeltshauser (Sparre, Samson), 1:1 (37:00) Macek (Caporusso, Jaspers), 2:1 (65:00) Samson (PS) 

Penaltyschießen: Samson (1:0), Macek (an TW), Jaffray (an TW), York (an TW), Seidenberg (an TW), Petersen (an TW) 

Strafen: EHC 8, Roosters: 4 + 10 (Sylvester) 

Zuschauer: 4660

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