Roosters kommen in München unter die Räder

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Nach guten ersten 30 Minuten fingen sich Louie Caporusso (links, Szene vom 3:2-Erfolg gegen Straubing) und die Iserlohn Roosters beim Deutschen Meister in München doch noch eine derbe Packung ein.

München - Es war aus Sauerländer Sicht letztlich ein unerfreulicher Ausflug zum amtierenden Deutschen Meister: Beim EHC Red Bull München unterlagen die Iserlohn Roosters in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Donnerstagabend mit 1:6 (1:1, 0:2, 0:3).

Ein Resultat, das die Überlegenheit der Bayern nach ausgeglichenen ersten 30 Minuten ausdrückte. Die Roosters gingen mit derselben Aufstellung wie beim 3:2-Erfolg gegen Straubing in die Partie. Zwar machten die Münchner von Beginn an mehr Druck und hatten durch Christensen, Jaffray, Seidenberg und Kastner gute Einschussmöglichkeiten, die größte Chance besaß jedoch Louie Caporusso auf Seiten der Iserlohner, als er freistehend vor Leggio den Puck nicht richtig traf. 

Der amtierende Deutsche Meister agierte mit mehr Spielanteilen und dem Blick für den freien Mitspieler. So auch in der 17. Minute, als Aucoin Christensen im Rückraum bediente, der die Scheibe mit einem Direktschuss auf das Tor beförderte und Chet Pickard den Puck unter dem Arm durchrutschen ließ – 1:0. Die Iserlohner reagierten keinesfalls geschockt und besaßen die passende Antwort. Dylan Wruck überwand Leggio nur 22 Sekunden später und glich so zum 1:1 aus. Zum Ende des Drittels hatten die Roosters weitere Konterchancen durch Caporusso und Jaspers. 

Der zweite Durchgang begann direkt mit einem Ausrufezeichen der Sauerländer. Down bediente aus der Drehung den mitgeeilten Greg Rallo, aber der versuchte vergeblich, die Scheibe durch die Beine des Münchner Schlussmanns zu legen. In der Folge setzten die Gäste den nächsten Nadelstich. Friedrich bediente Bassen, der scheiterte am bereits fallenden Leggio. Auf der anderen Seite rettete Pickard gegen Jaffray. 

30 Minuten hielten die Sauerländer gut mit, doch innerhalb von 28 Sekunden schlugen die Bullen mit einem Doppelschlag eiskalt zu. Erst traf Derek Joslin in Überzahl zum 2:1 (31.) nach einer schönen Kombination von Macek und Christensen, nur kurz darauf war es Jerome Flaake, der die Scheibe zum 3:1 ins Tor beförderte (32.) – ein unnötiger Blackout der Roosters. 

Im Schlussdrittel machten die Hausherren dann kurzen Prozess. Wieder ein Doppelschlag durch Wolf (4:1, 42.) und Seidenberg (5:1, 43.) zerstreute letzte Zweifel am Münchner Sieg. Der IEC indes fand in der Offensive kaum noch statt – die Roten Bullen hatten leichtes Spiel. Erneut der Ex-Iserlohner Michael Wolf sorgte nach einem Konter für den 6:1-Endstand. - Von Andre Günther

München: Leggio – Smaby, Boyle; Abeltshauser, Regehr; Joslin Quint; Kettemer – Christensen, Aucoin, Macek; Jaffray, Matsumoto, Wolf; Flaake, Seidenberg, Kastner; Wörle, Eder, Mayenschein 

Roosters: Pickard (42:23 Lange) – Milam, Button; Fischer, Pikkarainen; Larsson, Orendorz; Shevyrin – Rallo, Down, Wruck; Jones, Caporusso, Dziurzynski; Halischuk, Jaspers, Blank; Bettahar Friedrich, Bassen 

Schiedsrichter: Iwert (Adendorf), Piechaczek (Landsberg) 

Tore: 1:0 (16:20) Christensen (Aucoin, Macek), 1:1 (16:42) Wruck (Rallo), 2:1 (30:39) Joslin (5-4/Macek, Christensen), 3:1 (31:07) Flaake (Kastner, Seidenberg), 4:1 (41:37) Wolf (Matsumoto, Jaffray), 5:1 (42:23) Seidenberg (Joslin, Quint), 6:1 (48:35) Wolf (Abeltshauser, Regehr) 

Strafminuten: München 0; Iserlohn 6 

Zuschauer: 4 690

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