Lob trotz Niederlage

Roosters-Manager Mende bremst die Euphorie

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Kevin Lavallée (Mitte) und seine Roosters-Kollegen erhielten trotz der Niederlage in Mannheim ein Lob.

Iserlohn - Erfolg benötigt die richtige Aufstellung. Die haben die Iserlohn Roosters nach Spieltag 27 in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) endgültig gefunden. War die Testphase mit all ihren personellen Schiebereien den Fans schon ein Dorn im Auge, hat Cheftrainer Jari Pasanen Recht behalten.

Er wollte herausfinden, wer mit wem kann und hat eine Mannschaft kreiert, die, bleibt sie von Verletzungen verschont, die nächsten drei Wochen manchen DEL-Punkt im Playoff-Kampf sammeln sollte.

„Die Jungs arbeiten gut, harmonieren exzellent – und das ist die wichtigste Grundvoraussetzung für den Erfolg“, so Pasanen nach der 2:4-Niederlage bei den Adlern aus Mannheim. Man konnte nicht erahnen, ob die Zufriedenheit, das Gerüst gefunden zu haben, den leichten Unmut über die Niederlage gegen den Tabellenführer würde aufwiegen können.

Letztlich aber wird nach einer weiteren Nacht entspannendem Schlafs allen klar werden, dass neun von 15 möglichen Punkten aus den fünf vergangenen Spielen und Siege gegen Schwenningen, Hamburg und Wolfsburg keine schlechte Bilanz sind.

Kleinigkeiten machen den Unterschied

Auch Mannheim wackelte, fiel aber nicht. Gegen eine Mannschaft wie diese machen Kleinigkeiten den Unterschied – und genau in diesem Punkt waren die Blau-Weißen im entscheidenden Augenblick eben nicht gut genug. Abzuwarten bleibt, ob Dylan Wrucks Check gegen Kopf und Nacken von Nicolai Goc in der SAP-Arena ein Nachspiel haben wird. Szenen wie diese werden grundsätzlich von der Liga noch einmal in Augenschein genommen.

„Normalerweise dürfte nichts passieren, aber man weiß nie“, sagt Pasanen und muss sich bis zum Dienstag gedulden, dann werden die Entscheidungen des DEL-Disziplinargremiums bekannt gegeben.

Auch zwischenmenschlich passe es

Dass die Sauerländer nach der Hälfte der 52 Saisonspieltage auf Rang fünf der Liga und damit mitten unter den Topteams waren, auch damit konnte man am Wochenende nur zufrieden sein. „Karsten Mende hat bei der Zusammenstellung dieser Mannschaft einen hervorragenden Job gemacht. Und weil es auch in der Kabine zwischenmenschlich passt, haben wir bislang eine ganz positive Saison erlebt“, so Jari Pasanen, der sich selbst bemüht, die eigene Rolle und die seines Co-Trainers Jamie Bartman nicht in den Mittelpunkt zu stellen.

Manager mahnt zur Besonnenheit

Auch der Manager selbst mahnt eher zur Besonnenheit, will die tabellarische Momentaufnahme nicht überbewertet wissen. „Natürlich darf man sich einen Moment über die gute Ausgangssituation freuen, dann aber sollte uns allen ganz schnell bewusst werden, dass wir noch gar nichts erreicht haben. Denn erst Anfang März steht fest, ob wir die Playoffs erreicht haben oder nicht.“

Angesprochen auf die Entwicklungen der kommenden Wochen nennt Mende vor allem eines: „Viele Spiele!“ Weil er seine Worte mit einem Augenzwinkern versieht, darf man vermuten, dass in seinem Büro derzeit aktiv an der Kaderzusammenstellung für die kommende Saison gearbeitet wird. Details aber will er sich wie immer nicht entlocken lassen.

"Weihnachtsgeschenk" am 23. Dezember

Nur beim Thema „Weihnachtsgeschenk“ wird er deutlicher: „Also, ich bin garantiert nicht der Weihnachtsmann, aber ich glaube, dass wir, wenn sich das vorletzte Türchen des Adventskalenders öffnet, etwas Besonderes dahinter vermuten dürfen.“ Die Spekulationen rund um den Seilersee können beginnen. - Von Mirko Heintz

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